ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013Thermoablation maligner Lungentumoren

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Thermoablation maligner Lungentumoren

Thermal ablation of malignant lung tumors

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(22): 394-400; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0394

Schneider, Thomas; Heussel, Claus Peter; Herth, Felix J. F.; Dienemann, Hendrik

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Hintergrund: Jedes Jahr erkranken in Deutschland circa 50 000 Patienten neu am nichtkleinzelligen Lungenkarzinom. In mehr als 20 % der Fälle kann jedoch allein aufgrund der Komorbidität keine radikale Operation angeboten werden. Darüber hinaus ist die Lunge die zweithäufigste Lokalisation von Fernmetastasen extrathorakaler Tumoren, in 20 % der Fälle die einzige Lokalisation derselben. Die bildgestützte Thermoablation wird in den letzten Jahren zunehmend bei Patienten eingesetzt, die einer Operation nicht zugeführt werden können.

Methodik: Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in PubMed zu Indikationen, Komplikationen und Ergebnissen derzeit im klinischen Einsatz befindlicher Verfahren zur Thermoablation unter besonderer Berücksichtigung der Radiofrequenzablation (RFA).

Ergebnisse: Die Evidenz zur Therapie maligner Lungentumoren mittels Thermoablation ist niedrig. Es wurden bisher retrospektive und prospektive Fallserien publiziert, jedoch keine randomisierten kontrollierten Studien. Die RFA ist das am häufigsten angewandte Verfahren. Hierbei werden bildgestützt eine oder mehrere Sonden perkutan in den Tumor platziert und thermische Energie appliziert. Bei peripher gelegenen Tumoren < 3 cm Durchmesser kann eine lokale Kontrolle des Tumorwachstums in circa 90 % der Fälle erreicht werden. Langzeitergebnisse, die ein 5-Jahres-Überleben in 20 bis 61 % der Fälle zeigen, liegen derzeit nur aus kleinen Serien vor. Der drainagepflichtige Pneumothorax ist mit einer Häufigkeit von circa 10 % die häufigste Komplikation. Mittelfristig kommt es infolge der Behandlung zu keinem relevanten pulmonalen Funktionsverlust.

Schlussfolgerung: Die bildgestützte Thermoablation ist unter kurativen Gesichtspunkten bisher keine Alternative zur chirurgischen Resektion. Sie erweitert jedoch das Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten für Patienten, die einem operativen Verfahren nicht zugeführt werden können.

LNSLNS

Das Lungenkarzinom ist der am häufigsten zum Tode führende Tumor. In Deutschland kommt es jedes Jahr zu circa 50 000 Neuerkrankungen. Darüberhinaus ist die Lunge die zweithäufigste Lokalisation von Fernmetastasen extrathorakaler Tumoren, in 20 % die einzige Lokalisation derselben (1). Für beide Entitäten ist – unter bestimmten Vorausetzungen – die chirurgische Resektion die Therapie der Wahl. Voraussetzungen dafür sind neben onkologischen Kriterien die technische Resektabilität des Herdes und die allgemeine und funktionelle Operabilität des Patienten (2).

Bei Patienten mit Lungenkarzinom führt die dem Zigarettenkonsum geschuldete Komorbidität häufig zu Einschränkungen der Operabilität. Gründe von der prinzipiellen Indikation zur Operation Abstand zu nehmen sind starke Einschränkungen der lungenfunktionellen Reserve, große Voroperationen an der Lunge oder die Kombination mehrerer Patienten-individueller Faktoren (1). Etwa 20 % aller Patienten mit malignen Lungentumoren können aus funktionellen Gründen keiner Operation zugeführt werden. In der aktuellen deutschen S3-Leitlinie zur Therapie des Lungenkarzinoms wird für diese Patienten eine strahlentherapeutische Behandlung empfohlen (1). Die perkutane stereotaktische Radiotherapie vermag in frühen Stadien des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC, „non-small-cell lung carcinoma“) in 92 % eine lokale Tumorkontrolle zu erzielen, mit einer 3-Jahres-Überlebensrate von 60 % (3). Das Verfahren ist aufgrund der Atemverschieblichkeit der Lungenherde technisch anspruchsvoll und derzeit noch nicht allerorts verfügbar.

Die perkutane Thermoablation wird seit zehn Jahren zunehmend bei soliden Tumoren von Leber, Niere, Brustdrüse und Nebenniere durchgeführt. Auch an der Lunge kommt sie mit dem Ziel der lokalen Tumorkontrolle zunehmend zum Einsatz (4). Die größte klinische Erfahrung liegt zurzeit für die Radiofrequenzablation (RFA) vor, neue und insbesondere für den Einsatz in der Lunge vielversprechende thermische Verfahren sind Kryo- und Mikrowellenablation sowie Laser-induzierte Thermotherapie.

Die Evidenz für ablative Verfahren zur Behandlung maligner Lungentumore ist niedrig und gründet sich derzeit auf Fallserien sowie deskriptive Vergleichsstudien und einarmige prospektive Studien (59). Eine kontrollierte randomisierte Studie zum Vergleich von perkutaner Ablation mit perkutaner Radiotherapie oder limitierter chirurgischer Resektion wurde bisher nicht publiziert. Einheitliche Leitlinien zum differenzierten Einsatz der Thermoablation bei Lungentumoren sind bisher nicht formuliert.

Indikation

Meist wird die bildgestützte Tumorablation von Radiologen, interventionell tätigen Onkologen oder Chirurgen durchgeführt. Es lassen sich zwei Patientengruppen definieren, bei denen die perkutane Tumorablation derzeit erwogen werden kann:

  • Patienten mit primärem (nichtkleinzelligem) Lungenkarzinom im frühen Stadium ohne Lymphknotenmetastasen, die aufgrund ihrer Komorbidität einer Operation nicht zuführbar sind. Vor der Ablation sollte die Malignität histologisch gesichert sein. Der Nachweis eines hypermetabolen Herdes in der FDG-PET-Untersuchung allein ist kein zuverlässiger Tumornachweis (FDG = Fluordeoxyglukose; PET = Positronen-Emissions-Tomographie). In circa 10 % der Fälle muss mit benignen Befunden oder Metastasen eines bislang unbekannten Zweittumors gerechnet werden (10). Die Sicherung der Diagnose erfolgt mittels Endoskopie und transbronchialer Biopsie oder perkutaner Biopsie.
  • Patienten mit pulmonalen Metastasen, die der kurativen Metastasenresektion nicht zuführbar sind oder Patienten mit einer begrenzten Anzahl pulmonaler Metastasen in einem palliativen Therapiekonzept. Auf die histologische Sicherung kann bei typischer Radiologiemorphologie oft verzichtet werden (2).

Absolute Kontraindikationen ablativer Verfahren sind schwere Koagulopathien und eine Lebenserwartung von weniger als drei Monaten. Eine relative Kontraindikationen ist ein zentraler Tumorsitz mit der Nähe zu großen Gefäßen. Aufgrund der Hitzeableitung besteht ein hohes Rezidivrisiko sowie ein erhöhtes Blutungsrisiko (11, 12) (Kasten 1 und Kasten 2).

Einflussfaktoren und Komorbiditäten, die gegen eine Operation bei Lungenkarzinom oder -metastasen sprechen
Einflussfaktoren und Komorbiditäten, die gegen eine Operation bei Lungenkarzinom oder -metastasen sprechen
Kasten 1
Einflussfaktoren und Komorbiditäten, die gegen eine Operation bei Lungenkarzinom oder -metastasen sprechen
Indikationen und Kontraindikationen
Indikationen und Kontraindikationen
Kasten 2
Indikationen und Kontraindikationen

Technik

Transkutane Ablation

Die transkutane Ablation erfolgt unter kontinuierlicher Bildgebung (Computertomographie [CT], Magnetresonanztomographie [MRT]). Eine oder mehrere Sonden werden perkutan über einen möglichst kurzen Zugangsweg, bei dem keine Bronchien, Lappenspalten oder größere Gefäße durchquert werden sollten, in den Tumor platziert und thermische Energie wird appliziert (Abbildung 1a, b). In der Bildgebung sollte sich am Ende der Behandlung ein charakteristisches Milchglasmuster (sogenannte Halo-Zeichen), das den behandelten Tumor umgibt, darstellen lassen (13). Je nach Anzahl, Größe und Lokalisation des Befundes wird die Ablation in Analgosedierung, lokaler Anästhesie des Stichkanals oder in Allgemeinanästhesie mit Doppellumen-Intubation durchgeführt. Die Doppellumen-Intubationsnarkose bietet die Möglichkeit des kalkulierten Atemstillstandes während der Sondenplatzierung und schützt die unbehandelte Gegenseite vor Einblutung (14).

CT-kontrollierte bipolare Radiofrequenzablation eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
CT-kontrollierte bipolare Radiofrequenzablation eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
Abbildung 1
CT-kontrollierte bipolare Radiofrequenzablation eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms

Radiofrequenzablation

Die Radiofrequenzablation (RFA) ist die derzeit am weitesten verbreitete Technik zur interventionellen Behandlung maligner Lungentumoren. Hierbei wird ein sinusförmiger hochfrequenter Wechselstrom (375–460 kHz) in den Tumor appliziert. Bei monopolarer RFA muss der Strom über großflächige Neutralelektroden am Oberschenkel abgeleitet werden, bei bipolarer Technik fließt er zwischen den Polen an der Spitze der RF-Sonde – bei multipolarer Technik zwischen den Polen mehrerer im Tumor platzierter bipolarer Elektroden. Aufgrund der entstehenden Friktion (mit Temperaturen von 60–100 °C) kommt es zur Proteindenaturierung und Koagulationsnekrose. Die Nähe zum bronchovaskulären Bündel, zu den Lungenvenen, den Mediastinalorganen und der Thoraxwand ist bei der Planung der Intervention zu berücksichtigen: Durch den kühlenden Effekt perfundierter Lungengefäße in Nähe zur Ablationszone ist der lokale Effekt der Gewebeerwärmung in diesen Fällen vermindert (sogenannter „heat sink“-Effekt) (15, 16). Eine Einbeziehung des bronchovaskulären Bündels in die Ablation kann zur Infarzierung führen und eine postinterventionelle Kavernen- oder Fistelbildung begünstigen (13).

Zentral gelegene Tumoren (circa 64 % aller Lungenkarzinome) sind somit als problematisch anzusehen, wohingegen sich peripher gelegene und allseits von Lungenparenchym umgebene Herde für die perkutane Ablation anbieten. Ein geringer Pleurakontakt hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Stromfluss, kann jedoch in circa 20 % der Fälle eine postinterventionelle Pleuritis mit Pleuraerguss nach sich ziehen (17). Bei breitflächigem Pleurakontakt oder beginnender Brustwandinfiltration ist die thermische Ausdehnung im Verlauf der Ablation nicht sicher voraussehbar (16). Um die lokale Effektivität insbesondere bei größeren Tumoren (> 3 cm Durchmesser) zu erhöhen, können mehrere Sonden platziert oder mittels Instillation einer konzentrierten Kochsalzlösung über die RF-Sonde die Impedanz des behandelten Tumorgewebes vermindert werden (18).

Mikrowellenablation

Bei der Mikrowellenablation werden Wassermoleküle im Gewebe mittels elektromagnetischer Wellen (900–2 500 MHz) zu Schwingungen angeregt und das Gewebe erhitzt. Zur Proteindenaturierung kommt es ab einer Temperatur von circa 60 °C. Im Vergleich zur RFA ist es möglich, höhere Temperaturen in größeren Volumina zu erzeugen. Im Tierversuch konnten im Vergleich zu RFA bis zu 50 % größere Ablationsbezirke erzielt werden (19).

Kryoablation

Bei der Kryoablation wird das Gewebe über eine transkutan im Tumor platzierte Sonde (mittels Argon oder Helium) bis circa –40 °C abgekühlt. Zum Zelltod kommt es während mehrfacher Kühl- und Auftauvorgänge durch Katabolismus, Dehydratation und intrazelluläre Zerstörung der Zellmembranen infolge der Ausbildung von Eiskristallen. CT-morphologisch ist der gefrorene Bereich gut darstellbar und korreliert mit der zugrundegegangenen Gewebezone (20).

Laser-induzierte Thermoablation

Bei der Laser-induzierten Thermoablation erfolgt die Applikation der Energie mittels 1 064 nm Nd:YAG-Laser oder 820 nm Dioden-Laser. Zum Zelltod kommt es durch Protein-Denaturierung infolge der durch Photonen induzierten Gewebeerhitzung (21). Die Größe der Ablationszone wird begrenzt durch die in Nähe des Applikators entstehende Karbonisationszone. Bei größeren Tumoren können mehrere Laser-Sonden platziert werden.

Die Kosten einer Ablationssonde beträgt je nach Hersteller bis zu 1 500 €; bei großen Tumoren (5 cm Durchmesser) können bis zu drei Sonden erforderlich sein. Im DRG-System 2012 ist die perkutane Thermoablation von Lungentumoren mit einem Relativgewicht von 2,918 bewertet.

Bildgebung in der Verlaufskontrolle

Die Bildgebung unmittelbar nach Ablation dient dem Erkennen beziehungsweise dem Ausschluss typischer Komplikationen (Pneumothorax, Blutung) und der Dokumentation des Therapieeffektes. Um Komplikationen (Pneumothorax, Blutung) frühzeitig erkennen und adäquat reagieren zu können, sollte postinterventionell unmittelbar nach Entfernung der Ablations-Sonde eine CT-Kontrolle durchgeführt werden. Ferner sollte nach 4 h und 24 h ähnlich wie nach Lungenbiopsie, eine Thoraxröntgenaufnahme erfolgen, um einen verzögert auftretenden Pneumothorax auszuschließen.

Leitlinien zur weiteren onkologischen Verlaufskontrolle nach Ablation von Lungentumoren sind derzeit nicht formuliert – meist werden Kontrolluntersuchungen in 3-Monats-Intervallen mit CT-Thorax und/oder PET-CT durchgeführt (22, 23). Nach erfolgreicher RFA sieht man in der frühen Phase (24–48 h nach Intervention) neben dem charakteristischen Halo-Zeichen eine Vergrößerung des Ablationsbezirks um bis zu 50 % (Abbildung 1c). Der Halo resorbiert sich innerhalb des ersten Monats nach Intervention, der Ablationsbezirk verkleinert sich hingegen nur langsam. Intrapulmonale Kavitationen werden – insbesondere nach Ablation größerer Tumoren – in bis zu 30 % der Fälle beobachtet (Abbildung 1d) – meist resorbieren sich diese jedoch im weiteren Verlauf (24) (Abbildung 1e). Der Durchmesser des Ablationsbezirks sollte nach drei Monaten die Ausgangsgröße des unbehandelten Befundes unterschreiten (24). In der Abklärung eines erneuten Größenwachstums scheint das PET-CT hilfreich zu sein. In reaktiv vergrößerten mediastinalen Lymphknoten lässt sich bis zu sechs Monate nach RFA ein vermehrter, danach ein rückläufiger FDG-Stoffwechsel nachweisen. Ein aufgetretener und hypermetaboler Herd in der PET-Untersuchung hingegen kann ein Hinweis auf ein lokales Rezidiv sein (25).

Ergebnisse

Nach RFA maligner Lungentumoren wurde bisher eine Vielzahl von Fallserien publiziert, die hinsichtlich Fallzahl, Follow-up und Zielgröße (Überleben, lokale Tumorkontrolle) sehr heterogen aufgebaut sind. Eine Übersicht repräsentativer Arbeiten und Ergebnisse gibt die Tabelle. Die derzeit günstigsten berichteten Überlebensdaten (n = 44 Patienten; Follow-up: 28,6 Monate) betragen 97 % nach einem Jahr, 73 % nach drei Jahren und 56 % nach fünf Jahren (26).

Selektive Auswahl relevanter Arbeiten, in denen zu Komplikationen, lokaler Tumorkontrolle und Überleben Stellung genommen wird
Selektive Auswahl relevanter Arbeiten, in denen zu Komplikationen, lokaler Tumorkontrolle und Überleben Stellung genommen wird
Tabelle
Selektive Auswahl relevanter Arbeiten, in denen zu Komplikationen, lokaler Tumorkontrolle und Überleben Stellung genommen wird

Hinsichtlich der Gewebedifferenzierung (primäres Lungenkarzinom oder Lungenmetastase) konnte bisher kein Einfluss auf die lokale Effizienz gezeigt werden (27). Als relevant hat sich allerdings die Größe des zu behandelnden Tumors erwiesen – ab einem Durchmesser über 3 cm kam es signifikant häufiger zum Lokalrezidiv (28). Bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) nach RFA (aufgrund von funktioneller Inoperabilität) wird in kleinen Serien im Stadium I in 67–97 % der Fälle ein 1-Jahres-Überleben, in 35–74 % ein 2-Jahres-Überleben und in 20–61 % ein 5-Jahres-Überleben angegeben. Übereinstimmend wird berichtet, dass es langfristig nach RFA zu keiner relevanten Verschlechterung der pulmonalen Funktionswerte (Vitalkapazität, FEV1) kommt (23).

Die klinischen Erfahrungen nach Mikrowellenablation sind sehr begrenzt; wenige Fallserien wurden bisher publiziert (2932). Wie auch zur RFA liegen randomisierte Studien noch nicht vor. In einer Serie von 56 Patienten wird bei einem Nachbeobachtungszeitraum von 36 Monaten ein mittleres Überleben von 27,8 Monaten genannt (32).

Nach Kryoablation (n = 46 Patienten) wird in 83,7 % eine komplette Response (24 Monate Follow-up) berichtet (33). Auch zur Laser-induzierten Thermoablation liegen bisher nur einzelne Fallserien vor – nach Behandlung von pulmonalen Metastasen (64 Patienten) beträgt das 5-Jahres-Überleben 27 % (21).

Komplikationen

Der peri-/postinterventionelle Pneumothorax wird als häufigste Komplikation nach transkutaner Tumorablation beschrieben – die Einlage einer Thoraxdrainage ist indes nur bei circa einem Drittel der Patienten erforderlich (34). Kleinere alveoläre Einblutungen bei primär perkutaner Nadelbiopsie oder entlang des Stichkanals, durch Verletzung kleinster Gefäße ausgelöst, sind relativ häufig, bedürfen jedoch meist keiner Therapie. In Einzelfällen kam es nach der Intervention zu einem hämorrhagischen Pleuraerguss oder Hämothorax (22).

Der Hämothorax wird in den meisten Fällen eine thoraxchirurgische Intervention erfordern – blutende Lungengefäße können selektiv embolisiert werden. In der Literatur ist ein Fall eines massiven Hämothorax mit letalem Ausgang nach RFA eines zentral sitzenden Tumorrezidivs nach vorausgegangener Radiotherapie beschrieben (35). Produktiver Husten, leicht blutig tingiert kann 2–4 Wochen nach Ablation auftreten; infolge Kryoablation wurden Hämpotysen in 36 % der Fälle berichtet (36). Schmerzen, die bis zu zwei Wochen nach der Intervention auftreten können, liegt meist eine pleurale Reizung bei peripherer Tumorlokalisation zugrunde. Postinterventionelle Reizergüsse können eine Entlastung erfordern (22, 23). Kavernenbildungen infolge von Tumoreinschmelzung oder postinterventioneller Pneumonie nach RFA werden in bis zu 30 % der Fälle berichtet. Meist sind sie unkompliziert im weiteren Verlauf – sie können jedoch im Einzelfall zur Infektion oder Blutungskomplikation führen (24). Bei monopolarer RFA wurden Verbrennungen im Bereich der Erdungselektroden beschrieben – die Temperatur an den Erdungselektroden muss daher während der Intervention kontrolliert werden. Das Auftreten von kutanen Metastasen (Tumorseeding) im Bereich der Punktionsstellen der Elektroden ist in einzelnen Fällen beschrieben (37). Von mehreren Autoren wird empfohlen, die RF-Sonde unter Ablation des Zugangsweges („Track-Ablation“) langsam zurückzuziehen, um Blutungen aus dem Stichkanal beziehungsweise ein Verschleppen von Tumorzellen zu vermeiden (26, 38, 39).

Diskussion

Die operative Entfernung ist in den frühen Stadien des NSCLC und bei Lungenmetastasen (sofern die Kriterien für eine chirurgische Metastasenresektion erfüllt sind) die Therapie der Wahl. Die bildgestützte Thermoablation ist unter kurativen Gesichtspunkten bisher keine Alternative. Für Patienten, die sich aufgrund hoher Komorbidität oder aus Gründen, die die Lungenfunktion betreffen, nicht für eine Operation qualifizieren oder die trotz Chemo- oder Radiotherapie eine lokale Progression ihrer Erkrankung zeigen, kann die bildgestützte Thermoablation erwogen werden. Die größte klinische Erfahrung zur Anwendung an der Lunge besteht für die RFA – am besten geeignet sind peripher gelegene Tumoren (< 3 cm Durchmesser).

Der kühlende Effekt großer Gefäße limitiert den Einsatz an den zentralen Lungenstrukturen. Auch bei peripheren Lungenherden lässt sich nach Ablation perivaskulär noch vitales Tumorgewebe in etwa 10 % der Fälle nachweisen (27). Prospektiv randomisierte Studien zum Vergleich ablativer Verfahren mit anderen lokalen Verfahren (stereotaktische Radiotherapie, limitierte chirurgische Resektion) liegen nicht vor und werden derzeit nach den uns vorliegenden Informationen nicht durchgeführt. Aufgrund der sehr niedrigen Evidenz sollten Patienten zurzeit nur im Rahmen klinischer Studien behandelt werden, oder wenn andere Behandlungsmethoden ausgeschöpft oder kontraindiziert sind.

Eine Differenzialindikation zur stereotaktischen Radiotherapie lässt sich aufgrund der derzeitigen Evidenz nicht formulieren. In einer retrospektiv vergleichenden Studie konnte kein signifikanter Unterschied im Überleben zwischen Patienten, die aufgrund funktioneller Einschränkungen limitiert reseziert oder mit RFA behandelt wurden, dargestellt werden (40). Während übereinstimmend kein klinisch relevanter pulmonaler Funktionsverlust nach Ablation berichtet wird, können für pulmonal schwerst eingeschränkte Patienten eine unmittelbar nach Ablation auftretende transiente Inflammation und Infiltrationen funktionell durchaus relevant werden. Aufgrund des hohen Risikoprofils des Patientenkollektivs und oft hinsichtlich Tumorentitäten und -stadien gemischter Kollektive sind die beschriebenen Überlebensdaten nur schwer vergleichbar. Während die berichteten 1-Jahres-Überlebensdaten mit 67–90 % noch günstig sind, ist die Spanne des 5-Jahres-Überlebens mit 20–60 % aufgrund heterogener Patientengruppen und Komorbidität sehr breit (Tabelle). Die Komplikationsrate (drainagebedürftiger Pneumothorax: circa 10 %) ist nach den Definitionen von Komplikationen des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als „sehr häufig” einzustufen. Zudem ist bei Hochrisikopatienten bei der Indikationsstellung zu bedenken, dass auch „minor-Komplikationen“ (zum Beispiel fokale Einblutung, postinterventionelles Infiltrat) zu einer gravierenden Verschlechterung bei ohnehin sehr knappen lungenfunktionellen Reserven führen können.

In der klinischen Praxis und der Literatur zeichnet sich zunehmend ein Trend hin zur Durchführung von RFA in Lokalanästhesie/unter Sedierung ab. Dies erleichtert zwar die ambulante Anwendung des Verfahrens, das verspätete Auftreten von Komplikationen (insbesondere Pneumothorax) muss jedoch angesichts des Risikoprofils der Patienten bedacht werden. Im Rahmen der RFA sind Umprogrammierungen von implantierten Defibrillatoren oder Herzschrittmachern beschrieben – bei Mikrowellenablation, Kryoablation und Laser-induzierter Thermotherapie hingegen nicht. Die Geräte sollten nach der Ablation in diesen Fällen geprüft werden. Daten zur Lebensqualität nach ablativer Therapie maligner Lungentumore wurden bisher nicht publiziert.

Fazit

Die transkutane Thermoablation erweitert das Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten für Patienten, die einem operativen Verfahren nicht zugeführt werden können. Die derzeit erreichbare lokale Kontrolle muss sich allerdings mit der stereotaktischen Radiotherapie messen. Die Indikation zur Tumorablation sollte stets im interdisziplinären Konsens – Tumorboard (Anwesenheit von Pneumologen, Onkologen, Thoraxchirurgen, Strahlentherapeuten und Radiologen gemäß den Zertifizierungsrichtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft für Lungenkrebszentren) und nach Abwägung aller therapeutischer Optionen festgelegt werden.

Interessenkonflikt
Prof. Heussel hält Aktien der Firma Stada und GSK sowie Patente für „Methods and Device for representing the microstructure of the lungs; IPC8 Class: AA61B5055FI, PAN: 20080208038. Er wurde honoriert für Beratertätigkeiten von den Firmen Schering-Plough, Pfizer, Basilea, Boehringer Ingelheim, Novartis, Roche, Astellas, Gilead, MSD und Lilly. Für Vorträge bekam er Honorare von den Firmen Gilead, Essex, Schering-Pough, AstraZeneca, Lilly, Roche, MSD, Pfizer, Bracco, MEDA Pharma, Intermune, Chiesi, Siemens, Covidien, Pierre Fabre, Boehringer Ingelheim, Grifols und Novartis. Er erhielt Studienunterstützung (Drittmittel) von den Firmen Siemens, Novartis, Pfizer, Intermune und MeVis.

Dr. Schneider, Prof. Dienemann und Prof. Herth erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 30. 7. 2012, revidierte Fassung angenommen: 18. 2. 2013

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Thomas Schneider
Klinik für Thoraxchirurgie
Sankt Vincentius Kliniken Karlsruhe
Südendstraße 32, 76137 Karlsruhe
Thomas.Schneider@vincentius-ka.de

Zitierweise
Schneider T, Heussel CP, Herth FJF, Dienemann H: Thermal ablation of malignant lung tumors. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(22): 394–400.
DOI: 10.3238/arztebl.2013.0394

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit2213

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Klinik für Thoraxchirurgie, St. Vincentius – Kliniken, Karlsruhe: Dr. med. Schneider
Diagnostische und Interventionelle Radiologie mit Nuklearmedizin, Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg: Prof. Dr. med. Heussel
Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg:
Prof. Dr. med. Herth
Chirurgische Abteilung, Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg: Prof. Dr. med. Dienemann
CT-kontrollierte bipolare Radiofrequenzablation eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
CT-kontrollierte bipolare Radiofrequenzablation eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
Abbildung 1
CT-kontrollierte bipolare Radiofrequenzablation eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
Einflussfaktoren und Komorbiditäten, die gegen eine Operation bei Lungenkarzinom oder -metastasen sprechen
Einflussfaktoren und Komorbiditäten, die gegen eine Operation bei Lungenkarzinom oder -metastasen sprechen
Kasten 1
Einflussfaktoren und Komorbiditäten, die gegen eine Operation bei Lungenkarzinom oder -metastasen sprechen
Indikationen und Kontraindikationen
Indikationen und Kontraindikationen
Kasten 2
Indikationen und Kontraindikationen
Selektive Auswahl relevanter Arbeiten, in denen zu Komplikationen, lokaler Tumorkontrolle und Überleben Stellung genommen wird
Selektive Auswahl relevanter Arbeiten, in denen zu Komplikationen, lokaler Tumorkontrolle und Überleben Stellung genommen wird
Tabelle
Selektive Auswahl relevanter Arbeiten, in denen zu Komplikationen, lokaler Tumorkontrolle und Überleben Stellung genommen wird
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