Editorial

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2013: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Medizinstudierenden verschaffen sich Gehör: Erst jüngst stellten sie sich öffentlich an die Seite von der Bundes­ärzte­kammer, dem Medizinischen Fakultätentag und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands und forderten eine strukturiertere sowie bessere Finanzierung der Hochschulmedizin, getrennte Haushalte für Lehre, Forschung und Krankenversorgung.

Nicht an den Medizinstudierenden vorbei kommt auch das Land Sachsen-Anhalt. Der Hallenser Fachschaftsrat Medizin initiierte das Aktionsbündnis „Halle bleibt“, das gegen die drohende Schließung der Universitätsmedizin in Halle an der Saale kämpft (Seite 7). Gemeinsam mit Klinikmitarbeitern und Bürgern demonstrierten Medizinstudierende aller Semester wirkungsvoll gegen diese Pläne. Mut macht dabei die Unterstützung der Kommilitonen von anderen medizinischen Fakultäten. So richteten 33 Lokalvertretungen der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd) einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt sowie an das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium und protestierten vereint gegen die mögliche Schließung der Universitätsmedizin Halle (Seite 18). Gerade angesichts von Neugründungen von medizinischen Fakultäten wie im Land Brandenburg (Seite 8) sei eine solche Absicht nicht nachzuvollziehen.

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Wer noch immer glaubt, die sogenannte Generation Y würde sich nicht politisch engagieren, wird hier eines Besseren belehrt.

Stellung beziehen die Medizinstudierenden auch öffentlich zur Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (Seite 24). „Wünsche und Arbeitsvorstellungen stießen manchmal auf das Miss- und Unverständnis von älteren Kollegen“, heißt es in einer Mitteilung der bvmd. Auch filmisch treten Medizinstudierende in den Dialog: „Wir freuen uns darauf, ärztlich tätig zu sein und für unsere Patienten zu sorgen – acht Stunden am Tag, zu 100 Prozent.“

Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

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