ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1996HIV-Regeltest für Beamtenanwärter abgeschafft

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HIV-Regeltest für Beamtenanwärter abgeschafft

afp

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LNSLNS MÜNCHEN. Bayerische Beamtenanwärter müssen sich künftig nicht mehr generell einem HIV-Test unterziehen. Das bayerische Kabinett beschloß, solche Tests vor der Einstellung nur noch bei Verdacht auf eine Infektion oder Erkrankung zu verlangen. Bewerber würden jedoch weiterhin bei der amtsärztlichen Untersuchung nach einer HIV-Infektion oder AIDS-Erkrankung, früheren HIV-Tests und Infektionsrisiken befragt. Sozialministerin Barbara Stamm (CSU) betonte nach Angaben der Staatskanzlei, die Feststellung erhöhter Infektionsrisiken gehöre zum "Kernbestand" der Maßnahmen der Staatsregierung gegen AIDS.
Bayern war bislang das einzige Bundesland, das Beamtenanwärter routinemäßig auf eine HIV-Infektion untersuchte. Von 1987 bis Juni 1995 wurden nach Angaben der Staatskanzlei im Rahmen von Einstellungsuntersuchungen rund 78 400 HIV-Tests vorgenommen, von denen vier positiv ausfielen. Die Kosten der Tests betrugen rund 1,8 Millionen DM. afp

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