ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013Fortbildungs-App für Ärzte: Alle cme-Veranstaltungen im Zugriff

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Fortbildungs-App für Ärzte: Alle cme-Veranstaltungen im Zugriff

Dtsch Arztebl 2013; 110(22): A-1082 / B-940 / C-936

Friedl, Thomas

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Die neue Fortbildungs- App macht die Nutzung der Fortbildungsangebote noch einfacher.
Die neue Fortbildungs- App macht die Nutzung der Fortbildungsangebote noch einfacher.

Das Update der FoBi@PP ermöglicht es den Ärzten, alle wichtigen Informationen zu zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen im Smartphone abzurufen.

Die „FoBi@PP“, die die Lan­des­ärz­te­kam­mer (LÄK) Hessen im vergangenen Jahr für die ärztliche Fortbildung entwickelt hat, wurde in der aktuellen Version mit neuen Funktionen ausgestattet. So unterstützt die App jetzt einen Web-Service, über den die Ärztekammern detaillierte Informationen zu einer Veranstaltung innerhalb der Suche nach zertifizierten Fortbildungen zur Verfügung stellen können. Mit der App können alle Ärzte, die die kostenfreie Anwendung auf ihrem Smartphone installiert haben, darauf zugreifen.

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Bisher war es so, dass die Informationen zu Veranstaltungen auf wenige Datenfelder beschränkt waren und bei Interesse an einer Veranstaltung die gleiche Suche auf der Homepage der jeweiligen Lan­des­ärz­te­kam­mer wiederholt werden musste. Seit Ende Mai 2013 erhält der Nutzer die digitalen Informationen zu einer Fortbildung direkt von der jeweiligen Ärztekammer – ohne erneute Suche auf den Seiten der Ärztekammer. Da dies Verfahren derzeit noch nicht alle Ärztekammern unterstützen, werden diese „Treffer“ mit den erweiterten Informationen zunächst noch farblich abgesetzt.

Der Funktionsumfang wurde erweitert

War die App ursprünglich nur dar- auf ausgelegt, ärztliche Leiter in der Fortbildungslogistik zu unterstützen, wurde bei der Weiterentwicklung schnell klar, dass von der mobilen Anwendung bundesweit alle Ärzte profitieren können. Hintergrund hierfür ist die Online-Suche nach zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen, die die Bundes­ärzte­kammer vor etwa einem halben Jahr eingeführt hat (www.baek-fortbildungssuche.de). Da diese in der Server-Infrastruktur der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen technisch betreut wird, bot es sich an, die Online-Suche ebenfalls in die App zu integrieren.

Ein innovativer Ansatz war es zudem, dass die Teilnehmer ihre einheitliche Fortbildungsnummer (EFN) in der App in Form des 2-D-Barcodes „immer zur Hand haben“. Bei der einmaligen Eingabe der EFN wird auf den Servern der LÄK Hessen der entsprechende persönliche 2-D-Barcode generiert und an das Smartphone übermittelt. Die digitalen Barcodes lassen sich zudem einscannen. Das ermöglicht es, mit der FoBi@PP die digitalen Barcodes der Teilnehmer von Fortbildungen durch Scannen digital zu erfassen. Das komplette logistische Verfahren, mit dem ärztliche Veranstaltungsleiter oder Moderatoren von Qualitätszirkeln die Teilnehmerdaten dem elektronischen Informationsverteiler (EIV) zur Verteilung in den Fortbildungspunktekonten der Ärztekammern zur Verfügung stellen, lässt sich damit über das Smartphone abwickeln. Voraussetzung dafür sind die entsprechenden Daten, die der ärztliche Leiter bei der Zertifizierung von seiner Ärztekammer bekommen hat.

Mit der App lassen sich jedoch nicht nur die in den Smartphones der Veranstaltungsteilnehmer vorhandenen Barcodes scannen. Auch die bisherigen Klebeetiketten und die mittlerweile in fast allen Ärztekammern etablierten Arztausweise, auf deren Rückseite die EFN ebenfalls als Barcode aufgebracht ist, können damit gescannt werden. Die Tatsache, dass noch nicht alle Ärztekammern ihre Mitglieder mit den 2-D-Barcodes ausgestattet haben, ist dabei kein Hindernis, weil mit der FoBi@PP der persönliche 2-D-Barcode erzeugt werden kann.

Durch den hohen Verbreitungsgrad der Smartphones haben somit viele Veranstaltungsteilnehmer die Möglichkeit, die notwendigen „Utensilien“ für die ärztliche Fortbildung immer mit sich zu führen. Darüber hinaus ist eine vollständige Hilfefunktion in die App integriert. Zusätzliche Informationen sind auf einer Seite der LÄK Hessen unter http://handbuch.laekh.de zu finden.

Bessere Lesbarkeit des 2-D-Barcodes

Warum der 2-D-Barcode für die EFN? Tests haben ergeben, dass das Einlesen des 1-D-Barcodes wesentlich länger dauert und häufig nicht funktioniert, weil die Strichbarcodes verwischen können und somit technisch nicht lesbar sind. Außerdem erhöht das Verfahren die Kosten für die „Scan-Engine“, mit der die FoBi@PP arbeitet, um die Barcodes als Zahl zu interpretieren. Da einige Ärztekammern ihre Mitglieder bereits mit neuen um den 2-D-Barcode ergänzten Fortbildungsetiketten ausgestattet hatten, erwägen nun alle, dies zu tun. Dies entspricht zudem einer Vereinbarung unter den Ärztekammern.

Die FoBi@PP wurde von der LÄK Hessen für das iOS-Betriebssystem von Apple entwickelt. Für die Android-Plattform wurde ein Partner gefunden, der die Softwareentwicklung nach den Vorgaben der LÄK Hessen übernimmt. Die Abteilung Medizinische Informatik der Technischen Hochschule Mittelhessen unter der Leitung von Prof. Dr. med. Henning Schneider, gleichzeitig auch Mitglied des Telematikausschusses der LÄK Hessen, begleitet das Projekt und steht als Entwicklungspartner aus dem Forschungsumfeld zur Verfügung.

Anregungen und Ideen für Verbesserungen aus dem Kreise der Ärzteschaft sind willkommen und können dem Entwicklerteam der LÄK Hessen unter der E-Mail-Adresse fobiapp@laekh.de übermittelt werden.

Thomas Friedl

Leiter der Stabsstelle EDV und Organisationsentwicklung der LÄK Hessen

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