ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013Hans-Peter Richter: Herausragender Einsatz für die humanitäre Hilfe

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Hans-Peter Richter: Herausragender Einsatz für die humanitäre Hilfe

Dtsch Arztebl 2013; 110(22): A-1112 / B-968 / C-964

Antoniadis, Gregor

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Hans-Peter Richter, Foto: privat
Hans-Peter Richter, Foto: privat

Prof. Dr. med. Hans-Peter Richter, bis 2008 Ordinarius für Neurochirurgie an der Universität Ulm und ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, feierte am 17. Mai seinen 70. Geburtstag. Wenige Tage zuvor erhielt Richter das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine humanitären Dienste. 2007 wurde er mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie – der Wilhelm-Tönnis-Medaille – für seine überragenden Verdienste um diese wissenschaftliche Gesellschaft geehrt.

Richter ging gleich nach seinem Studium im Rahmen des Entwicklungsdienstes nach Benin, wo er ein Krankenhaus aufbaute und die Landbevölkerung medizinisch betreute. Später, während seiner aktiven Zeit, besuchte er öfters das Land, hielt Vorlesungen an der Universität Cotonou und brachte den einheimischen Ärzten neurochirurgische Operationen bei. Nach dem Bosnienkrieg behandelte er an der Neurochirurgischen Klinik der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus Günzburg etwa 130 Bosnier mit Kriegsverletzungen.

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Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 2008 schloss er sich „Ärzte ohne Grenzen“ an und setzte drei Monate lang in einem Krankenhaus im Kongo seine operative Tätigkeit fort. In den letzten fünf Jahren folgten mehrere Auslandsaufenthalte mit verschiedenen Hilfsorganisationen in Jemen, Kirgistan und Afghanistan. Anfang dieses Jahres hat er sich für den Ausbau der Neurochirurgischen Universitätsklinik und die Weiterbildung der Ärzte in Aşgabat, der Hauptstadt Turkmenistans, eingesetzt.

Prof. Dr. med. Gregor Antoniadis

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