ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013Universitätsmedizin Halle: Aktionsbündnis übergibt 100 000 Unterschriften

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Universitätsmedizin Halle: Aktionsbündnis übergibt 100 000 Unterschriften

Dtsch Arztebl 2013; 110(22): A-1062 / B-926 / C-922

Hibbeler, Birgit; dpa

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Große Unterstützung: Mit dem Anliegen der Initiative „Halle bleibt“ wird sich nun der Petitionsausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt befassen. Foto: dpa
Große Unterstützung: Mit dem Anliegen der Initiative „Halle bleibt“ wird sich nun der Petitionsausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt befassen. Foto: dpa

Das Bündnis „Halle bleibt“ hat circa 100 000 Unterschriften für den Erhalt der dortigen Universitätsmedizin gesammelt. An einer Online-Petition beteiligten sich nach Angaben des Bündnisses mehr als 53 000 Menschen, der Rest der Stimmen wurde in Papierform gesammelt. Übergeben wurden die Unterschriften an den Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt, Detlef Gürth.

Vor wenigen Wochen war bekanntgeworden, dass die Universitätsmedizin in Halle einem Sparprogramm der Landesregierung zum Opfer fallen könnte. Sachsen-Anhalt sieht sich demnach nicht dazu in der Lage, zwei medizinische Standorte – Halle und Magdeburg – zu finanzieren. Eine endgültige Entscheidung wird aber erst nach dem 12. Juli erwartet. Dann legt der Wissenschaftsrat ein Gutachten vor.

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Die Signale aus der Politik sind unterdessen widersprüchlich. Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) beharrt auf Einsparungen. „Es bleibt dabei: Zwei Unikliniken auf höchstem Niveau zu finanzieren, kann sich Sachsen-Anhalt langfristig nicht leisten“, sagte Bullerjahn. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte zuvor den Erhalt beider Kliniken in Aussicht gestellt – wenn sie durch Kooperationen nennenswerte Einsparungen erzielen. „Wenn es zu Kooperationen kommt, die zu einer Entlastung des Landeshaushalts führen, werde ich mich dem nicht verschließen“, sagte Bullerjahn dazu. Er verwies auf enorme Investitionen, die an beiden Kliniken nötig werden: Dem Finanzministerium zufolge 496 Millionen Euro bis 2020.

Weitere Informationen zum Protest: www.halle-bleibt.de BH/dpa

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