ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013Medizinprodukte: Allgemeingültige Regeln
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Mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen. Die Autorinnen verweisen auf eine Analyse aus dem Februar 2012. Sicher dauern Publikationen ihre Zeit. Dennoch erscheint es mir wichtig, gerade wenn von medizinischen Innovationen gesprochen wird, darauf hinzuweisen, dass die Daten heute nicht mehr aktuell sind.

So existieren zum Beispiel alleine zum Verfahren der minimal-invasiven Lungenvolumenreduktion mittels Coils heute bereits viel mehr Daten, unter anderem auch die Ergebnisse eines RCT . . .

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Darüber hinaus sind eine Reihe mehr Studien bereits abgeschlossen oder gestartet . . .

Ich war als Gutachter in die Bewertung eines MDS-Gutachtens selbst involviert und kann sagen, dass solche Gutachten zwar meist eine gute Literaturanalyse enthalten, die Schlussfolgerungen jedoch bestenfalls als „einseitig“ zu bezeichnen sind.

Ich denke, es ist wichtig, derartige Informationen kritisch zu betrachten, da ansonsten der „Generalverdacht“ entsteht, dass in Deutschland Medizinprodukte weithin ungeprüft Eingang in die klinische Versorgung finden.

Sicher kann man von neuen Produkten nicht erwarten, dass sie bereits über eine große Menge von Daten mit hoher Evidenz verfügen. Es stellt sich aus meiner Sicht mithin die Frage, ob wir in Deutschland nicht allgemeingültige Regeln brauchen, wann und wie Medizinprodukte sinnvollerweise eingeführt werden . . .

Dr. med. Michael Wilke, Dr. Wilke GmbH,
inspiring.health, 81829 München

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