ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013Johanna Wanka: Parteiische Plagiatsjäger

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Johanna Wanka: Parteiische Plagiatsjäger

Dtsch Arztebl 2013; 110(22): A-1103 / B-960 / C-956

Mühlenberg, Wilhelm

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Jetzt wollen die Plagiatsjäger also versuchen, auch unsere neue Bun­des­for­schungs­minis­terin Prof. Dr. Johanna Wanka wegen fehlender Fußnoten in ihrer Doktorarbeit als Betrügerin an den Pranger zu stellen – ebenso wie erst kürzlich ihre Vorgängerin Annette Schavan.

Einige Fragen drängen sich da auf: Handelt es sich bei diesen Plagiatsdetektiven wirklich um ehrliche, engagierte Tugendwächter, welche die Wissenschaft vor Unredlichkeiten schützen wollen? Und warum nehmen sie immer nur Spitzenpolitiker von CDU/CSU und FDP ins Visier? Wer finanziert ihre aufwendigen Nachforschungen, und warum berichten die meisten unserer Medien so eifrig und anhaltend über jeden neu ertappten angeblichen Fußnotensünder?

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Die Antworten fallen nicht schwer: Der Anführer der Plagiatsjäger, der Programmierer Martin Heidingsfelder, ist aktives Mitglied der SPD. Er hatte bereits im Bundestagswahlkampf 2005 die Plattform „angela-nein-danke.de“ gegründet . . .

Wer rückt nun das inzwischen verzerrte Bild wieder zurecht, um weiteren Schaden von unserer Demokratie abzuwenden? Wo sind die neutralen Plagiatsjäger, die auch in rot-grünen Revieren auf die Pirsch gehen? Sicher würde deren Trefferquote dort nicht niedriger liegen als die der roten „Tugendwächter“ in schwarz-gelben Gefilden!

Prof. Dr. med. Wilhelm Mühlenberg,
30449 Hannover

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