ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2013Hanfried Helmchen: Vorbild als Wissenschaftler und Mensch

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Hanfried Helmchen: Vorbild als Wissenschaftler und Mensch

Dtsch Arztebl 2013; 110(23-24): A-1203 / B-1049 / C-1043

Müller-Oerlinghausen, Bruno

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Hanfried Helmchen, Foto: privat
Hanfried Helmchen, Foto: privat

Am 12. Juni wird einer der international bekanntesten lebenden deutschen Psychiater seinen 80. Geburtstag feiern – hoffentlich gesund und im Kreise seiner großen Familie in Berlin. Prof. Dr. med. Hanfried Helmchen hat nicht nur in seiner vorbildgebenden Funktion als Direktor der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin (1971 bis 1999), sondern auch während seiner Emeritus-Zeit unermüdlich wichtige wissenschaftliche Beiträge zur Psychiatrie und ihren Grenzgebieten geliefert.

Schwerpunkte seiner vielfältigen Interessen waren unter anderem die Depression und die Methodik psychiatrischer Therapieforschung, vor allem aber Fragen der ärztlichen Ethik, weit über die in diesem Kontext spezifischen Probleme in der Psychiatrie hinaus. Sein neuestes Buch „Ethics in Psychiatry“ verspricht schon jetzt, ein Klassiker zu werden. Zehn Jahre lang war er Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundes­ärzte­kammer.

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Einer breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit und der Sozialpolitik wurde er als Koordinator der hochreputierten „Berliner Altersstudie BASE“ bekannt sowie als Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Psychiatrie und Psychologie des Alters“. Helmchen hat die Berlin Summerschool „Psychiatry as a Science“ gegründet und wurde 1993 in die ehrwürdige Leopoldina berufen.

Für Ordinarien-Machtspiele hatte er wenig übrig. Seinen Patienten und klinischen Mitarbeitern war er stets ein Vorbild in wissenschaftlicher Genauigkeit und menschlicher Zuverlässigkeit. Dafür sei auch an dieser Stelle Dank gesagt.

Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen

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