ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2013Susanne Grabenhorst: Den Menschen in den Mittelpunkt stellen

PERSONALIEN

Susanne Grabenhorst: Den Menschen in den Mittelpunkt stellen

Dtsch Arztebl 2013; 110(23-24): A-1203 / B-1049 / C-1043

Korzilius, Heike

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Susanne Grabenhorst, Foto: bea/IPPNW
Susanne Grabenhorst, Foto: bea/IPPNW

Die deutsche Sektion der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung) hat eine neue Vorsitzende: Susanne Grabenhorst (54) ist Ärztin für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Mönchengladbach und engagiert sich seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung. Im neuen Amt will sie vor allem die psychosozialen Faktoren des Krieges in den Mittelpunkt stellen.

Dazu haben auch eigene Erfahrungen beigetragen. Denn Grabenhorst arbeitet in ihrer Praxis mit psychotraumatisierten Flüchtlingen, darunter Menschen, die Opfer und Täter zugleich sind. „Da drängt sich die Frage auf, wie deren psychosoziale Verletzungen zur Aufrechterhaltung von Konflikten beitragen und wie wir solche Kreisläufe von Gewalt durchbrechen können.“ Braucht man dazu einen Verein von Ärztinnen und Ärzten? Grabenhorst meint: Ja. Die IPPNW sei keine politische Partei, der es um strategische oder wirtschaftliche Eigeninteressen gehe. „Wir können durch den medizinischen Zugang zu Gesundheit und Leben einen besonderen Akzent setzen und den Menschen in den Mittelpunkt rücken.“

Anzeige

Das ist der Therapeutin wichtig, die betont, dass sie ihren Beruf liebt. „Zum Aufatmen ist er aber leider nicht immer geeignet“, sagt sie und lacht. Grabenhorst ist eine Frau der eher leisen Töne, die ihren Ausgleich bei der Familie und im Freundeskreis findet, aber auch von sich sagt: „Ich bin eine große Natur- und Gartenliebhaberin.“ Heike Korzilius

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema