ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2013Umfrage: Nur jeder Zweite kennt seinen Betriebsarzt

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Umfrage: Nur jeder Zweite kennt seinen Betriebsarzt

Dtsch Arztebl 2013; 110(23-24): [87]

Hillienhof, Arne

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Die Arbeitnehmer in Deutschland interessieren sich für Prävention und betriebliche Gesund­heits­förder­ung. Allerdings sind die Wissenslücken zum Teil erheblich. Darauf macht der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) aufmerksam und verweist auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. Dies hatte im April 1 001 berufstätige Personen aus verschiedenen Altersgruppen telefonisch befragt.

39 Prozent der Befragten gaben dabei an, mehr über Prävention und betriebliche Gesund­heits­förder­ung erfahren zu wollen, 61 Prozent fühlen sich ausreichend informiert. Aber nur 56 Prozent der Berufstätigen kennen den für sie zuständigen Betriebsarzt. „Betriebsärzte erreichen in ihrer Tätigkeit auch diejenigen Menschen, die sonst nur selten präventiv zum Arzt gehen“, sagte VDBW-Präsident Dr. med. Wolfgang Panter. Deshalb sei es bedauerlich, dass fast die Hälfte der Arbeitnehmer ihren Betriebsarzt nicht kenne. Hier seien auch die Betriebe gefordert: Sie müssten die Aufgaben des Betriebsarztes eigenständiger und offensiver kommunizieren, um seine Rolle bei der Prävention zu stärken.

Panter wies darauf hin, dass Betriebsärzte auch helfen könnten, Missverständnisse in Bezug auf Krankheiten und Arbeitsfähigkeit auszuräumen: Zum Beispiel meinen etwa 43 Prozent der befragten Berufstätigen, dass Arbeit für chronisch Kranke einen geringeren Stellenwert habe als für gesunde Erwerbstätige. „Aber die meisten Menschen wollen und können arbeiten. Das gilt besonders für Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen, wie einer chronischen Krankheit“, betonte der Verbandspräsident. hil

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