ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2013Entschliessungen zum Tagesordnungspunkt IV: (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung

DOKUMENTATION: Deutscher Ärztetag

Entschliessungen zum Tagesordnungspunkt IV: (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung

Dtsch Arztebl 2013; 110(23-24): A-1180 / B-1026 / C-1020

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Kompetenzorientierte Weiterbildung stärken

Ärztliche Weiterbildung ist seit jeher strukturierter Kompetenzerwerb. Die jetzt von der Bundes­ärzte­kammer angestoßene Diskussion im Sinne einer kompetenzorientierten Weiterbildung dient mithin der weiteren Differenzierung und Präzisierung des bisher verfolgten Konzeptes und damit der Glaubwürdigkeit von Weiterbildung und Weiterbildern und wird vom 116. Deutschen Ärztetag 2013 ausdrücklich unterstützt.

Der medizinische Fortschritt hat es in den letzten Jahrzehnten mit sich gebracht, dass immer mehr Kenntnisse, Fähigkeiten und praktische Fertigkeiten in den einzelnen Fachgebieten im Rahmen der Weiterbildung vermittelt werden müssen. Dies führt unweigerlich dazu, dass bei nicht beliebig verlängerbarer Weiterbildungszeit nicht mehr alle Fähigkeiten und Fertigkeiten in gleichem Maße in der Weiterbildung vermittelt werden können.

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Die jetzt von der Bundes­ärzte­kammer vorgeschlagene Darstellungssystematik anhand von vier Kompetenzebenen ist prinzipiell geeignet, eine fachlich identitätsstiftende, transparente und praktikable Darstellung der im Rahmen der Weiterbildung zu erwerbenden Kompetenzen zu erreichen. Dazu ist es aber unerlässlich, dass die Zuordnung zu den einzelnen Kompetenzebenen sowohl auf Kenntnisse als auch auf Fähigkeiten und praktische Fertigkeiten angewendet wird.

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 votiert daher dafür, die bisher vorgelegten Konzepte unter Beachtung der weiteren Kommentare der Fachgesellschaften und Berufsverbände zu überarbeiten und anzupassen. Dabei ist zur Wahrung der jeweiligen fachärztlichen Identität auch sicherzustellen, dass erkennbar wird, dass die einzelnen Komptenzebenen sinnvoll miteinander zu verknüpfen sind. □

(Muster-)Weiter­bildungs­ordnung überprüfen

Die jetzige (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) orientiert sich zu sehr an Leistungszahlen. Mit der starken Betonung von beschriebenen Kompetenzen soll dieses Manko behoben werden. Dazu wurde eine Struktur hierarchisch gegliederter Kompetenzebenen vorgegeben. Sowohl die Bundes­ärzte­kammer als auch die wissenschaftlichen Gesellschaften haben sich Mühe gegeben, dieses Konzept durch sachkundige Arbeit inhaltlich auszufüllen.

Damit wird es dem Deutschen Ärztetag ermöglicht, das Konzept der Kompetenzebenen grundsätzlich daraufhin zu überprüfen, ob die wesentlichen Forderungen, die an eine funktionierende Weiter­bildungs­ordnung gestellt werden müssen, auch erfüllt werden.

Das Modell der Kompetenzlevel/-ebenen basiert auf einer hierarchisch orientierten Struktur, die zu einzelnen Fachgebieten passt. Ob sie auf alle Fachgebiete übertragbar ist, muss überprüft werden.

Insbesondere in der Allgemeinmedizin, deren Kompetenz sich mehr an einem breitangelegten Wissen ohne Spezialisierung orientieren muss, und in der Inneren Medizin mit ihren Schwerpunkten, die sowohl die klinische Breite als auch das spezialisierte Wissen in den Schwerpunkten durch Kompetenzebenen abbildet, muss die Anwendung der Kompetenzlevel/-ebenen besonders analysiert werden.

Folgende Essentials einer funktionierenden MWBO müssen deshalb überprüft werden:

  • Umsetzung einer qualifizierten Weiterbildung in einer angemessenen Weiterbildungszeit,
  • Einbindung der ambulanten Versorgungsinhalte in die Weiterbildung, um wieder alle notwendigen Inhalte abzubilden,
  • rechtssichere Definition der Fachgebietsinhalte über das System der Kompetenzebenen,
  • sozialrechtliche Konsequenz mit rechtssicherer Definition der Leistungskataloge der Fachgebiete und Schwerpunkte, um die Grundlage für die Struktur und die Finanzierung in Praxis und Klinik abzubilden,
  • Erhalt der fachlichen Identität der Fachgebiete und ihrer Schwerpunkte.

Die Bundes­ärzte­kammer, die Lan­des­ärz­te­kam­mern und die Berufsverbände werden aufgefordert, gemeinsam zu überprüfen, ob diese Essentials ausreichend in dem auf der Basis von Kompetenzebenen vorgelegten Entwurf abgebildet werden. Eine Beschlussfassung über die Reform der MWBO durch den Deutschen Ärztetag kann erst nach gemeinsamer Festlegung der Struktur dieser neuen Weiter­bildungs­ordnung erfolgen. □

Löst die neue (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung die alten Probleme? – Kriterienkatalog erarbeiten

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 begrüßt die ersten konkreten Schritte hin zu einer neuen (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO). Um aber eine tatsächliche Verbesserung der Weiterbildung zu erreichen, bedarf es einer ständigen Evaluation des Erreichten und einer eindeutigen Begriffsfestlegung.

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 beauftragt die Bundes­ärzte­kammer, den Mehrwert der neuen MWBO bis zum 117. Deutschen Ärztetag 2014 darzustellen. Die auf dem 116. Deutschen Ärztetag 2013 vorgelegten Vorschläge der Fachgesellschaften zur neuen kompetenzorientierten MWBO sind mit der Hilfe der Lan­des­ärz­te­kam­mern und Berufsverbände einer gründlichen Prüfung zu unterziehen, die feststellt, ob die Anforderungen an eine neue Weiter­bildungs­ordnung auf dem jetzt beschrittenen Weg besser erreicht werden können als bisher.

Die Prüfkriterien sind durch den Deutschen Ärztetag bereits beschlossen (siehe Beschlüsse 112. Deutscher Ärztetag 2009: Drs. IV-05, IV-07, IV-30, Drs. IV-02 und IV-31 und 113. Deutscher Ärztetag 2010: Drs. III-09). □

Strukturierte Weiterbildung auch bei Teilzeittätigkeiten sicherstellen!

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 fordert die Ärztekammern und Weiterbilder auf, Regelungen zu schaffen, die eine strukturierte Weiterbildung auch im Rahmen von Teilzeittätigkeiten und im Verlauf von Schwangerschaftszeiten sicherstellen.

Begründung:

Eine strukturierte Weiterbildung bei Teilzeittätigkeiten ist in vielen Häusern nicht sichergestellt, da Dienstpläne und Weiterbildungscurricula in der Regel auf Vollzeitbeschäftigung ausgelegt sind und Teilzeitbeschäftigte daher häufig als „Springer“ eingesetzt werden.

Die Ärztekammern sollten daher die Vergabe von Befugnissen an Curricula knüpfen, die eine Weiterbildung in Teilzeittätigkeit berücksichtigen. Es ist seitens der Kammern notwendig, Teilzeittätigkeiten auf die Weiterbildung anzurechnen. Es genügt jedoch im Hinblick auf den gesetzlichen Auftrag der Ärztekammern nicht allein, die Facharztausbildung auch qualitativ sicherzustellen.

Die Arbeitgeber sind ihrerseits aufgefordert, intelligente Arbeitszeitmodelle zu entwickeln und anzubieten, die eine Weiterbildung in Teilzeit problemlos ermöglichen, und/oder die Voraussetzungen für eine Vollzeitbeschäftigung auch junger Eltern zu schaffen (z. B. Betriebskitas). □

Einzelfallentscheidungen zur Anerkennung von Weiterbildungszeiten

Zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf werden die Lan­des­ärz­te­kam­mern aufgerufen, die geltenden Weiter­bildungs­ordnungen so zu handhaben, dass allen Ärztekammern vermehrt Einzelfallentscheidungen möglich sind, die auch kürzere Abschnitte oder geringere Teilzeitanteile anerkennungsfähig machen, sofern weiterbildungsrelevante Inhalte erworben und nachgewiesen werden.

Begründung:

Ärztinnen und Ärzte, die sich bei dem Versuch, Familie und Arztberuf zu vereinen, für eine Teilzeittätigkeit entschieden haben, sollten, gerade auch angesichts der Diskussion um die Attraktivitätssteigerung des Arztberufes für den ärztlichen Nachwuchs, der sich unter anderem durch einen steigenden Frauenanteil auszeichnet, unterstützt werden. Auch angesichts der geplanten Kompetenzorientierung der ärztlichen Weiterbildung ist es schlüssig, sich mehr an den Inhalten der beruflichen Tätigkeit als an formalen Kriterien zu orientieren. □

Röntgendiagnostik ist integraler Bestandteil des Facharztes Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Inhalte der fachgebundenen Röntgendiagnostik werden (wieder) in die Facharztweiterbildung aufgenommen.

Begründung:

Die aktuelle (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) fordert für Fachärzte generell eine Zusatz-Weiterbildung im fachgebundenen Röntgen. Im Fall der Orthopädie und Unfallchirurgie geht die tägliche Weiterbildung im Röntgen in Diagnostik und Verlaufskontrolle weit über das intraoperative Röntgen hinaus.

Diese Realität hat sich auch in den vergangenen zehn Jahren nicht geändert. Die Korrektur der WBO in diesem Detail soll dem täglichen Arbeiten gerecht werden. Die aktuell geforderte zusätzliche Prüfung bei kompletter Anrechenbarkeit der Weiterbildungszeiten führt lediglich zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand für alle Beteiligten.

Ausdrücklich begrüßt wird die geforderte Zusatzqualifikation für Fachärzte, die die Röntgendiagnostik nicht (mehr) innerhalb der Weiterbildung erwerben können. □

Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie intensivieren, nicht zeitlich ausweiten

Die Facharztweiterbildungszeit im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie soll weiterhin, wie in den meisten anderen Fachgebieten, fünf Jahre betragen.

Begründung:

Im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie ist der Mangel an Ärztinnen und Ärzten, die sich hier weiterbilden lassen möchten, besonders eklatant. Die zuständige Fachgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) macht nun Versuche, diesen Umstand dadurch zu lösen, dass sie eine Verlängerung der Weiterbildungszeit von fünf auf sechs Jahre durchzusetzen versucht. Rein rechnerisch stünden hierdurch weiterzubildende Ärztinnen und Ärzte länger zur Verfügung. Die Fachgesellschaft bedient sich zur Begründung des Arguments, dass der neue, von ihr vorgeschlagene erweiterte Umfang der Weiterbildung nicht in fünf Jahren vermittelt werden könne. Eine zeitliche Verlängerung der Weiterbildungszeit würde junge Ärztinnen und Ärzte jedoch eher davon abschrecken, dieses Fachgebiet zu ergreifen. Früher mussten Assistentinnen und Assistenten in der Psychiatrie Tausende von Euro für Pflichtkurse bezahlen, die nunmehr zumeist von den Arbeitgebern angeboten werden. Daher befremdet es, dass diese nun mit neuerlichen Maßnahmen überzogen werden sollen, die das Fach für sie unattraktiv machen. Eine bessere Strukturierung mit Kondensierung der Weiterbildung kann auch unter den aktuellen Erfordernissen des Fachs weiterhin eine Facharztreife in fünf Jahren Weiterbildungszeit ermöglichen. □

(Muster-)Weiter­bildungs­ordnung – Richtlinien Weiterbildungsbefugte

Die Bundes­ärzte­kammer wird aufgefordert, im Rahmen der Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) auch grundsätzliche Empfehlungen für die Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis und für die Durchführung der Weiterbildung in Praxis und Klinik zu erarbeiten.

Diese sollen der Qualitätssicherung in der Weiterbildung und der einheitlichen Umsetzung und Anwendung der MWBO in den einzelnen Kammern dienen.

Begründung:

Bereits der 114. Deutsche Ärztetag 2011 in Kiel hatte auf Antrag von Herrn PD Dr. Dr. Preclik und Herrn Hesse (Drs. IV-04) unter Berücksichtigung des Antrags von Herrn Dr. Herrmann (Drs. IV-04a) diesen Auftrag an die Bundes­ärzte­kammer erteilt, der jedoch nicht umgesetzt wurde (Tätigkeitsbericht 2011 der Bundes­ärzte­kammer, Seite 509). Der Ausschuss „Ärztliche Weiterbildung“ beschloss in der Sitzung vom 19. 09. 2011, dass dieses Thema bei der Überarbeitung/Novellierung der MWBO wieder aufgegriffen werden könne.

In der Begründung zu Antrag IV-4 wurde darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zu der einheitlich angewendeten Weiter­bildungs­ordnung die Kriterien, nach denen die Befugnis zur Weiterbildung beurteilt und vergeben wird, nicht transparent und in den Ländern erheblich different seien. Dies bedinge erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern in der Organisation und der Durchführung der Weiterbildung. Hier können grundsätzliche Empfehlungen die Bedingungen vereinheitlichen.

Gerade im Zuge der Novellierung der MWBO und ihrer Umsetzung in den Lan­des­ärz­te­kam­mern werden bei der zunehmenden Betonung der Weiterbildungsinhalte die Weiterbildungsbefugnisse und die Kriterien ihrer Erteilung weiter an Bedeutung zunehmen. Daher sind Empfehlungen zu den Kriterien von besonderer Wichtigkeit. □

Simulatortraining ist eine sinnvolle Ergänzung in der kompetenzorientierten Weiterbildung

Die unterstützende Einführung eines Simulatortrainings als zusätzliches didaktisches Weiterbildungsangebot wird vom 116. Deutschen Ärztetag 2013 ausdrücklich begrüßt.

Voraussetzung für ein sinnvolles Simulatortraining ist Freiwilligkeit, Zertifizierung von der Ärztekammer und Durchführung von einem nach den Regeln der Weiter­bildungs­ordnung befugten Weiterbilder.

Das bekannteste Beispiel, das Reanimationstraining (Mega-Code-Training), ist bereits seit Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil, um die Reanimation bei Kindern und Erwachsenen regelmäßig zu trainieren.

Ähnlich wie bei der Pilotenausbildung gibt es mittlerweile auch ein vielfältiges Angebot an ärztlichen Simulationsmodellen: Sonographie, ossäre Punktion, Endoskopie und Bronchoskopie, bis hin zum Patientengespräch im Simulationszentrum zur studentischen Ausbildung und in sogenannten Skills Lab.

Die ärztliche Weiterbildung kann von der strukturierten Einführung dieser Modelle erheblich profitieren. □

Rehabilitation in der fachärzt- lichen Weiterbildung

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 fordert, dass Aspekte und Schwerpunktthemen der Rehabilitation in die fachärztliche Weiterbildung aufgenommen werden. In der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) soll dies zunächst für Fachärzte mit einem breiten Versorgungsauftrag wie Allgemeinmediziner, Internisten, Orthopäden und Unfallchirurgen sowie Neurologen festgelegt werden.

Begründung:

Ärzte haben in ihrem beruflichen Alltag neben ihren diagnostischen und kurativen Aufgaben den Auftrag, für eine ganzheitliche Versorgung zu sorgen und diese auch zu sichern. Neben der Akutversorgung gehört dazu auch die Nutzung zusätzlicher Angebote der therapeutischen Kette, wie beispielsweise der Rehabilitation.

Grundkenntnisse dazu werden nur in geringem Maße im Rahmen des Medizinstudiums vermittelt, zudem wird deren Relevanz durch die in diesem Stadium der Ausbildung fehlende Beschäftigung und Erfahrung in diesem Bereich meist nicht deutlich. Während der klinischen Weiterbildung und Fachspezialisierung ist zwar die Anschlussheilbehandlung den meisten Ärzten geläufig, andere rehabilitative Möglichkeiten treten dagegen häufig in den Hintergrund, werden also nicht vertieft. Dabei sind angesichts des demografischen Wandels und der zu erwartenden wachsenden Zahl chronisch kranker Manschen neben den akutmedizinischen auch fundierte rehabilitationsmedizinische Kenntnisse gefragt, um Patientinnen und Patienten bei der Steuerung im System der sozialen Sicherheit optimal unterstützen und Sozialleistungsträger in geeigneter Weise in Fragen der medizinischen und rehabilitativen Versorgung beraten zu können.

Um die Versorgungssicherheit hier weiter zu verbessern, wird die Aufnahme von grundlegenden rehabilitationsmedizinischen Aspekten in die Facharztweiterbildung angeregt. □

Konservative Weiterbildungsinhalte in gemischten Fächern

In der zu novellierenden (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) soll in den Fächern, die sowohl konservativ als auch operativ arbeiten, die Vermittlung von Kompetenzen in konservativen Behandlungsverfahren gestärkt werden. □

Kompatibilität von Berufs- und Sozialrecht

Die Bundes­ärzte­kammer, die Lan­des­ärz­te­kam­mern, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der GKV-Spitzenverband und der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) sind als zuständige Institutionen aufgefordert, in einer konzertierten Aktion hinsichtlich der Qualifikationsvoraussetzungen für die GKV- Abrechnungen Berufsrecht und Sozialrecht kompatibel zu machen. In diesem Sinne sind die Anforderungen der Weiter­bildungs­ordnungen sowie die Anforderungen für die Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen zu synchronisieren.

Im Grundsatz ist anzustreben, dass mit dem Erwerb des Facharztstatus die Abrechnungsbefähigung der zum Fach gehörenden ärztlichen Leistungen nach erfolgter Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung immanent verbunden ist. □

Weiter­bildungs­ordnung ist kein Instrument des Sicherstellungsauftrages

Die (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) hat die Aufgabe, die grundlegende Qualität der Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Hierzu regelt sie Facharzt- und Gebietsgrenzen.

Darüber hinaus muss die sozialrechtliche Konsequenz der MWBO mit rechtssicherer Definition der Leistungskataloge der Fachgebiete und Schwerpunkte dringend weiterentwickelt werden.

Die MWBO ist kein Instrument, um den Sicherstellungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zu regeln. □

Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 fordert eine angemessene Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung im klinischen und niedergelassenen Sektor. Zur Sicherung einer guten Weiterbildung müssen Abteilungen eine ausreichende Besetzung mit Fachärzten haben, die Zeit für eine Anleitung haben.

Begründung:

Ärztliche Weiterbildung ist nicht zum Nulltarif zu haben. □

Vorrang der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung vor Bundesmantelvertrag

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen werden aufgerufen, die Vorrangigkeit der Weiter­bildungs­ordnungen der Kammern bei der Formulierung des Vertrages über die hausärztliche Versorgung (Anlage 5 des Bundesmantelsvertrages) zu beachten.

Dazu gehört insbesondere, dass Änderungen in der Gebietsdefinition und bei den Inhalten der Weiter­bildungs­ordnung im Bundesmantelvertrag nachvollzogen werden. □

(Muster-)Weiter­bildungs­ordnung an medizinischen Fortschritt anpassen

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 beschließt, den medizinischen Fortschritt der Gebiete in Verfahren und Fertigkeiten in der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) stärker als bisher zu berücksichtigen.

Begründung:

Die Überarbeitungen der MWBO haben in der Vergangenheit zu wenig den medizinischen Fortschritt berücksichtigt. Verfahren und Fertigkeiten in Diagnostik und Therapie sind zum Teil veraltet oder finden keine Anwendung mehr. Dies führt zur Verunsicherung bei Weiterzubildenden und Weiterbildern und gelegentlich auch zu Verschiebungen und Kompetenzstreitigkeiten zwischen einzelnen Gebieten. Die Novellierung der MWBO will gemeinsame Kompetenzen fördern. Den einzelnen Gebieten sollte über die wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbände die Möglichkeit gegeben werden, in der Novellierung diese Kompetenzen einzubringen. □

Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 nimmt den aktuellen Sachstand über die Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) zur Kenntnis und bittet die Bundes­ärzte­kammer und die Lan­des­ärz­te­kam­mern, die vorgelegten Vorschläge der Berufsverbände und Fachgesellschaften noch im laufenden Jahr im Konvergenzverfahren zu beraten und möglichst dem 117. Deutschen Ärztetag 2014 eine beschlussreife Novelle vorzulegen. □

Evaluation der Weiterbildung

Die Bundes­ärzte­kammer wird gebeten, die Neukonzeption der Evaluation der Weiterbildung aktiv aufzugreifen, um im Jahr 2015 die nächste bundesweite Befragung zur Qualität der Weiterbildung durchzuführen. □

Neukonzeption der Evaluation der Weiterbildung

Die Bundes­ärzte­kammer wird beauftragt, bis 2014 für die neu konzipierte Evaluation der Weiterbildung eine konsentierte Pilotversion vorzulegen, die von den dazu bereiten Lan­des­ärz­te­kam­mern einheitlich als Pretest genutzt werden soll. □

Regelmäßige Evaluation der Weiterbildung

Bei der Aufstellung künftiger Haushalte der Bundes­ärzte­kammer sind die zu einer ordnungsgemäßen Umsetzung der Evaluation der Weiterbildung erforderlichen Haushaltsmittel wieder vorzusehen. □

Stärkung der ambulanten Weiterbildung

Die Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten findet derzeit überwiegend im stationären Bereich statt. Aufgrund der Verlagerung von Leistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich wird es zunehmend problematisch, die zum Erwerb der Facharztkompetenz erforderlichen Weiterbildungsinhalte ausschließlich im stationären Bereich zu vermitteln. Zudem lassen sich Krankheitsverläufe und unterschiedliche Schweregrade von Erkrankungen, die eine sektorenübergreifende Behandlung erfordern, besser bei einer sektorenübergreifenden Weiterbildung vermitteln. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, dass mehr Weiterbildung im ambulanten Bereich, insbesondere in Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte, stattfindet.

Die ambulante Weiterbildung muss über ihre Inhalte definiert werden. Eine ärztliche Weiterbildung, welche sich primär an den Sektorengrenzen „Vertragsarztpraxis“ oder „Krankenhaus“ orientiert, kann nicht die Lösung sein. Die Weiterbildung sollte sich, in ihrer Struktur flexibel, an den Erfordernissen des jeweiligen Fachgebietes bzw. Schwerpunktes orientieren.

Ein wesentliches Hindernis für die Weiterbildung in Arztpraxen ist vor allem die Gewährleistung einer angemessenen Vergütung der weiterzubildenden Ärztinnen und Ärzte. Eine Ausweitung der ambulanten Weiterbildung darf nicht zu deren Lasten gehen. Unabhängig vom Beschäftigungsort, ob Krankenhaus, Arztpraxis oder eine andere Weiterbildungsstätte, ist ein Tarifgehalt zu zahlen. Somit ist unerlässliche Voraussetzung für die Stärkung der ambulanten Weiterbildung die (Re-)Finanzierung der in § 4 Abs. 1 Satz 3 (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) vorgeschriebenen angemessenen Vergütung der Berufstätigkeit der weiterzubildenden Ärztinnen und Ärzte.

Lösungsvorschläge und Forderungen:

  • Flexibilisierung des Weiterbildungsrechtes

Gemäß der derzeit geltenden MWBO kann Weiterbildung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich stattfinden. Im Rahmen des anstehenden Novellierungsprozesses der MWBO wird die Stärkung der ambulanten Weiterbildung dadurch angestrebt, dass sich die für die ambulante Versorgung relevanten Weiterbildungsinhalte ausdrücklich in der MWBO wiederfinden. Die für die ambulante Versorgung relevanten Inhalte sollten – wo sinnvoll und notwendig – in den definierten Kompetenzblöcken aufgegriffen werden.

Weiterbildung soll sich zukünftig weniger an formalen Kriterien (Weiterbildungszeiten) orientieren als vielmehr an inhaltlich definierten Erfordernissen, zu denen u. a. das Kennenlernen von Krankheitsverläufen und unterschiedlichen Schweregraden von Erkrankungen gehören.

Zur Stärkung der ambulanten Weiterbildung kann ferner beitragen, zukünftig Befugnisse über die gesamte, zur Erlangung einer Facharztkompetenz vorgeschriebene Weiterbildung an einen Gesamtverantwortlichen zu erteilen. Dieser Gesamtverantwortliche hätte dann zu gewährleisten, dass alle vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte vollständig vermittelt werden. Sofern dies nicht an der Weiterbildungsstätte, an der der gesamtverantwortliche Arzt tätig ist, möglich ist, wäre er für die Organisation einer Kooperation zwischen verschiedenen Weiterbildungsstätten bzw. eines Weiterbildungsverbundes verantwortlich. Hierbei bietet sich eine Unterstützung durch Koordinierungsstellen an. Gerade über Weiterbildungsverbünde im fachärztlichen Bereich könnte eine sektorenübergreifende Weiterbildung ohne Unterbrechung sichergestellt werden.

Darüber hinaus sieht das neue Weiterbildungskonzept vor, dass Weiterbildungsinhalte in begrenztem Umfang auch in definierten Zeitabschnitten (durch eine tage- oder stundenweise Tätigkeit bzw. kumulative Ableistung praktischer Inhalte) an einer anderen Weiterbildungsstätte erlernt werden können. Beispielsweise wäre in einer fortgeschrittenen Weiterbildungsphase eine Tätigkeit an einem oder einem halben Tag pro Woche in der Praxis eines niedergelassenen Facharztes neben der Tätigkeit im Krankenhaus denkbar.

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 unterstützt alle Maßnahmen zur Stärkung der ambulanten Weiterbildung und begrüßt die Absicht der Bundes­ärzte­kammer, über eine Flexibilisierung des Weiterbildungsrechtes dieses Anliegen bei der Novellierung der MWBO zu berücksichtigen.

  • Vergütung der weiterzubildenden Ärztinnen und Ärzte

Zur Finanzierung der Weiterbildung im vertragsärztlichen Bereich wird eine gesetzliche Regelung gefordert. Hierfür ist insbesondere i n § 73 Abs. 1 a SGB V klarzustellen, dass an der haus- und fachärztlichen Versorgung auch Weiterzubildende unter entsprechender Anleitung eines weiterbildungsbefugten Facharztes des betreffenden Fachgebietes teilnehmen können.

Vertragsarztrechtlich ist klarzustellen, dass eine angemessene Finanzierung im Rahmen der vertragsärztlichen Vergütung sichergestellt wird. Hierfür ist die Gesamtvergütung im notwendigen Umfang zu erhöhen.

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 fordert den Gesetzgeber auf, die gesetzlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auch in Zukunft während der Facharztweiterbildung das breite Spektrum aller wesentlichen Krankheitsbilder und Handlungsfelder sektorenübergreifend in Diagnose und Therapie vermittelt werden kann. □

Weiterbildung in der ambulanten Versorgung

1. Aus den im Entschließungsantrag des BÄK-Vorstands zutreffend beschriebenen Sachverhalten müssen in einer (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) mit sektorenübergreifendem Charakter nur in der ambulanten Versorgung vermittelbare Kompetenzen und Inhalte in der ambulanten Versorgung, nur in der stationären Versorgung vermittelbare Kompetenzen und Inhalte in der stationären Versorgung und in beiden Bereichen vermittelbare Kompetenzen und Inhalte wahlweise in einem der beiden Bereiche vermittelt werden. Um dies im notwendigen Umfang zu ermöglichen, muss eine sozialrechtlich geregelte Verpflichtung der Finanzierung der ambulanten Weiterbildung geschaffen werden. Die MWBO kann erst nach Erfüllung der im Folgenden beschriebenen Voraussetzungen in entsprechender Weise verändert werden.

2. Die Wahl der Weiterbildungsstätte1 ist den Weiterzubildenden selbstverständlich auch im ambulanten vertragsärztlichen Versorgungsbereich freigestellt. Es muss sich allerdings um weiterbildungsrechtlich zugelassene Weiterbildungsstätten handeln. § 6 der MWBO enthält Regelungen über die Zulassung als Weiterbildungsstätte. Nach § 6 Abs. 1 Satz 2 MWBO können dazu auch Praxen niedergelassener Ärzte zählen.

3. Um den Weiterzubildenden eine effiziente sektorenübergreifende Weiterbildung zu garantieren, werden bei den Lan­des­ärz­te­kam­mern „Organisationsstellen ambulante Weiterbildung“ aufgebaut. Diese gewährleisten die vollständige Vermittlung aller im ambulanten Bereich vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte und ermöglichen einen reibungslosen und unterbrechungsfreien Übergang zwischen den Weiterbildungsstätten. In den Organisationsstellen soll der ärztliche Sachverstand der Weiterbildungsbefugten repräsentiert sein.

4. Den Weiterzubildenden in einer ambulanten Weiterbildungsstätte muss garantiert werden, dass sie mindestens die gleichen tariflichen Konditionen wie an einer stationären Weiterbildungsstätte vorfinden. Hierzu wird mit der für die im stationären Versorgungsbereich für die Tarifgestaltung ärztlicher Vergütungen maßgeblichen ärztlichen Organisation ein Vertrag abgeschlossen, der dies sicherstellt. Für die arbeitgeberseitige Vertragspartnerschaft wird zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und den betroffenen ärztlichen Berufsverbänden ein funktionsfähiges Organisationsmodell entwickelt.

5. Der zusätzliche Aufwand, den eine Weiterbildungsstätte neben der Vergütung von Weiterzubildenden hat, wird durch einen Zuschlag zum Orientierungswert gemäß § 87 a Abs. 2 Satz 3 SGB V vergütet. Hierzu ist eine gesetzliche Klarstellung erforderlich.

6. Die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden wohnortnahen ambulanten Versorgungsstruktur mit Haus- und Fachärzten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb muss die Finanzierung der Mittel für die unter Punkt 3., 4. und 5. beschriebenen Maßnahmen dauerhaft aus dem Gesundheitsfonds und somit aus den entsprechend erhöhten Mitteln der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) erfolgen. Diese Mittel werden auf Nachweis von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) abgerufen. Über die Mittelanforderung und -verwendung wird neben den an dem Verfahren Beteiligten jährlich dem Deutschen Bundestag und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) berichtet. Der Bericht wird veröffentlicht. Das Förderprogramm Allgemeinmedizin gemäß Art. 8 GKV-Solidaritätsstärkungsgesetz (GKV-SolG) wird solange weitergeführt und kann dann durch die beschriebene Finanzierung ersetzt werden. Zur Umsetzung dieses Verfahrens ist eine gesetzliche Regelung erforderlich. □

1 Die Verwendung des Begriffes „Weiterbildungsstätte“ umfasst in freier Praxis niedergelassene oder als angestellte tätige Vertragsärztinnen und -ärzte, ermächtigte Ärzte, Einrichtungen, Medizinische Versorgungszentren und Institutionen, auch im Zusammenhang mit einer Zulassung gemäß § 116 b SGB V.

Ambulante Weiterbildung

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 unterstützt die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach einer sozialrechtlich geregelten Verpflichtung der Finanzierung der ambulanten Weiterbildung.

Eine solche Finanzierung sollte von den stationären Tarifbedingungen nicht abweichen. Ein entsprechendes Organisationsmodell ist zwischen Bundes­ärzte­kammer und KBV unter Einbeziehung der Berufsverbände zu erarbeiten und dem Deutschen Ärztetag zur Entscheidung vorzulegen. □

Weiterbildung in der ambulanten Medizin

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 unterstützt die Weiterbildung in der ambulanten Medizin. Er fordert angemessene Erlöse auch für die Leistungen der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung.

Die ärztliche Weiterbildung in der ambulanten Medizin nimmt weiter an Bedeutung zu. Schon heute werden viele Weiterbildungsinhalte an Weiterbildungsstätten der ambulanten Versorgung erlernt.

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 begrüßt daher, dass die Weiter­bildungs­ordnung zukünftig noch mehr an Inhalten und Kompetenzen orientiert sein soll. Damit können Pflichtvorgaben hinsichtlich anderer Vorschriften (Zeiten, Weiterbildungsstätten) auf das notwendige Minimum reduziert werden. Entscheidend für die Zulassung zur Prüfung wird dann sein, ob die verlangten Inhalte und Kompetenzen nachgewiesen werden und die Weiterbildungsbefugten das Weiterbildungsziel als erreicht bestätigen.

Der 116. Deutsche Ärztetag 2013 lehnt unnötige, die Weiterbildung hemmende Vorschriften ab. Bei der Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) ist zu prüfen, welche Inhalte und Kompetenzen in der ambulanten Medizin erworben werden sollen. Eine verstärkte Weiterbildung in der ambulanten Medizin ist zu unterstützen.

Die ärztliche Arbeit ist auch während der Weiterbildung angemessen zu vergüten, dies gilt für Klinik und Praxis. Die Leistung von jungen weiterzubildenden Ärztinnen und Ärzten muss sich – wie im stationären Bereich – in den Praxiserlösen widerspiegeln, um eine solche Vergütung zu ermöglichen. Die Honorare für die vertragsärztliche Versorgung müssen dies gewährleisten. □

Weiterbildung im ambulanten Bereich

Eine Verlagerung von Leistungen der Krankenversorgung vom stationären in den ambulanten Bereich sollte sinnvollerweise den sektorenübergreifenden Erwerb von Weiterbildungsinhalten ermöglichen. Dazu müssen ausreichend Kapazitäten im ambulanten Bereich vorhanden sein.

Die Weiterbildung sollte sich flexibel an den Erfordernissen des jeweiligen Fachgebietes bzw. Schwerpunktes orientieren.

Weiterbildungsrecht

Gemäß der derzeit geltenden (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) kann Weiterbildung bereits heute im stationären und im ambulanten Bereich stattfinden. Die für die ambulante Versorgung relevanten Inhalte sollen – wo bisher nicht bereits geschehen, wo sinnvoll und notwendig – stärker aufgegriffen werden. Weiterbildungsverbünde von weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzten sind ein geeignetes Mittel, eine sektorenübergreifende Weiterbildung ohne Unterbrechung sicherzustellen. In begrenztem Umfang soll die Weiterbildung auch durch Hospitationen bzw. kumulative Ableistung praktischer Inhalte durch Abordnungen ermöglicht werden.

Vergütung

Grundvoraussetzung für eine Weiterbildung im ambulanten Bereich ist die Zahlung eines tariflichen Entgelts an die Ärztinnen und Ärzte. Um die bewährte Vergütungspraxis aus dem stationären Bereich annähernd adaptieren zu können, müssen auch die Ärztinnen und Ärzte, die sich in der Weiterbildung im haus- und fachärztlichen Bereich befinden, unter Anleitung eines weiterbildungsbefugten Facharztes an der Versorgung teilnehmen können. Die Praxis muss die Leistungen abrechnen können. □

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