ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996Gesundheit ist eine Krone

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Gesundheit ist eine Krone

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LNSLNS Antike Weisheiten über Gesunde und Kranke

Wohlgesetzte Trostworte verwandeln sich in Arzneien, und alles, was die Seele aufrichtet,
stärkt auch den Körper.
Seneca
(ca. 55 v. Chr.–40 n. Chr.)


Nicht allein der Arzt muß das Notwendige tun –
auch der Patient muß zu seiner Gesundwerdung beitragen.
Hippokrates
(ca. 460–377 v. Chr.)


Wenn jemand Gesundheit sucht, fragt ihn erst, ob er auch bereit ist, zukünftig alle Ursachen seiner Krankheit zu meiden – erst dann darfst du ihm helfen.
Sokrates
(ca. 469–399 v. Chr.)


Wie die Ratten den gefüllten Speicher heimsuchen, so nistet sich auch die Krankheit in die überfüllten Leiber.
Diogenes
(ca. 412–323 v. Chr.)


Wo Liebe zur Menschheit herrscht, da gibt es auch Liebe zur heilenden Kunst.
Hippokrates
(ca. 460–377 v. Chr.)


Medizynisches
aus berufenem Mund


Wir leben, solange es Gott bestimmt hat; aber es ist ein großer Unterschied,
ob wir im Alter jämmerlich wie arme Hunde leben
oder wohl und frisch, und darauf
vermag ein kluger Arzt viel.
Goethe
(1749–1832)


Schlaf ist des Menschen
Pflanzenzeit, wo Nahrung,
Wachstum baß gedeiht
und selbst die Seel’ vom Tag
verwirrt hier gleichsam neu
geboren wird.
C. W. Hufeland (1762–1836)
Aus den Lebensregeln (1836)


Wie mehr die Seele des
Kranken die Bemühungen
des Arztes begünstigt,
desto größer ist die Hoffnung
des Arztes. Wie mehr Einfluß
die Reden des Arztes auf die Seele des Kranken gewinnen, desto richtiger kann man schließen, daß es Krankheiten gibt, die sich durch Worte lindern lassen.
J. G. Zimmermann (1728–1796)


Grabschrift


Hier ruht mein lieber Arzt,
Herr Frumm,
Und die er heilte
ringsherum


Erkenntnis


Es gibt große Krankheiten,
an denen man sterben kann;
es gibt ferner welche, die sich, ob man gleich nicht
eben daran stirbt, doch ohne
vieles Studium bemerken
und fühlen lassen; endlich
gibt es aber auch welche,
die man ohne Mikroscop
kaum erkennt.
Dadurch nehmen sie sich
aber ganz abscheulich aus;
und dieses Mikroscop ist –
Hypochondrie. Ich glaube,
wenn sich die Menschen recht
darauf legen wollten, die mikroscopischen Krankheiten
zu studieren, sie würden die Satisfaction haben,
alle Tage krank zu sein.
G. C. Lichtenberg (1742–1799)

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