ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2013Krankenhäuser: 2011 war ein schwieriges Jahr

AKTUELL

Krankenhäuser: 2011 war ein schwieriges Jahr

Dtsch Arztebl 2013; 110(25): A-1230 / B-1074 / C-1066

Osterloh, Falk

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Nach zwei vergleichsweise guten Jahren für die Krankenhäuser in Deutschland hat sich deren Situation im Jahr 2011 wieder verschlechtert. Das befanden die Autoren des „Krankenhaus Rating Reports 2013“, der Anfang Juni auf dem Hauptstadtkongress in Berlin vorgestellt wurde. 11,3 Prozent von 887 untersuchten Krankenhäuser hatten im Jahr 2011 erhebliche Probleme, Kredite zu erhalten, und somit ein erhöhtes Risiko, im Folgejahr insolvent zu werden. 2010 lag dieser Wert noch bei 7,1 Prozent.

Unter Druck: Für viele Krankenhäuser ist die Finanzierung von zusätzlichem Personal ein Problem. Foto: dpa
Unter Druck: Für viele Krankenhäuser ist die Finanzierung von zusätzlichem Personal ein Problem. Foto: dpa

„Nach einer spürbaren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage zwischen 2008 und 2010 war damit die Situation wieder ähnlich schwierig wie 2008“, heißt es in dem Report, der gemeinsam vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Institute for Healthcare Business und dem Beratungsunternehmen Accenture erstellt wurde. Grund dafür seien unter anderem die Neueinstellungen im Personalbereich gewesen, erklärte Dr. med. Sebastian Krolop von Accenture. So sei die Zahl der Vollkräfte um 1,7 Prozent gestiegen – der höchste Anstieg innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Im ärztlichen Bereich nahm die Anzahl der Vollkräfte 2011 dabei um 3,6 Prozent zu, in der Pflege um zwei Prozent und im medizinisch-technischen Dienst um 4,1 Prozent. Im nichtmedizinischen Bereich nahm sie hingegen um 3,5 Prozent ab.

Anzeige

Auch die Investitionsfähigkeit der Krankenhäuser hat sich dem Report zufolge im Jahr 2011 verschlechtert. Waren im Vorjahr noch 57 Prozent der Häuser voll investitionsfähig, sank ihr Anteil 2011 auf 40 Prozent. Der Anteil der Häuser, die nicht aus eigener Kraft investieren konnten, stieg hingegen von 34 auf 43 Prozent. fos

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema