ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2013Imagekampagne: Unglücklich und überflüssig
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Ich bin konsterniert über diese Kampagne. Sie ist peinlich. Ich möchte nicht, dass Ärzte wie Pharmafirmen oder Ölmultis mit Dreck am Stecken als PR-Maßnahme herhalten sollen.

Wir Ärzte haben einen sehr guten Ruf in der Gesellschaft, die „Schmutz-Aktion“ der Krankenkassen ist doch gar nicht bei den Patienten angekommen, keiner spricht einen darauf an. Diese Aktion ist nur durch die Medien hochgepuscht worden.

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Deswegen jetzt diese wahnwitzig teure Aktion zu starten, ist inakzeptabel und könnte in manchen Köpfen auch den Verdacht hervorrufen, es ist was dran an der Sache mit den Krankenkassen – sie wissen schon: „Si tacuisses . . .“

Dass durch die Aktion junge Ärzte zum Arztberuf in Deutschland angeregt werden, ist lächerlich.

Unangenehm ist auch, dass die Plakate im Hintergrund so gehalten sind wie früher die Lucky-Strike-Werbung . . . Warum muss man zur Top-Werbezeit für den Arztberuf werben? 15 000 000 Euro, anteilig auch von meinem Geld, wurde ausgegeben, ohne dass man die Basis gefragt hat . . . Diese ganze Kampagne ist unglücklich, überflüssig und wird in den Köpfen der Bevölkerung eher die Gewissheit stärken, dass Ärzte doch viel zu viel Geld haben, wenn sie sich so etwas leisten können.

Dr. med. Thomas Thormann, 24105 Kiel

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