ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013Zwei methodische Limitationen
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Im Beitrag erfolgte die Bestimmung des Anteils medizinischer Rehabilitation aufgrund ischämischem Schlaganfall nach neurologischer Krankenhausbehandlung. Grundlage waren Daten eines Qualitätssicherungsregisters, an dem sich bundesweit etwa 150 Kliniken mit neurologischen Fachabteilungen freiwillig beteiligen. Die Rehabilitationsteilnehmer wurden anhand nachgehender neurologische Früh-/Rehabilitation (Phasen B–D), geriatrischer oder sonstiger Rehabilitation definiert, auch wenn noch ein kurzer Aufenthalt im vertrauten Wohnumfeld vor Beginn einer sich anschließenden medizinischen Rehabilitation erfolgte.

Die erfolgte Ermittlung des Rehabilitationsanteils aufgrund ischämischem Schlaganfall nach neurologischer Krankenhausbehandlung unterliegt jedoch zwei methodischen Limitationen:

  • Zum einen kann anhand der ausgewerteten Registerdaten nicht sicher bestimmt werden, wie häufig bei eingeleiteten Rehabilitationsmaßnahmen eine medizinische Rehabilitation nachfolgend auch wirklich durchgeführt wurde.
  • Zum anderen wurden Patienten mit frührehabilitativer Anschlussversorgung durch geriatrische Krankenhausabteilungen nicht einbezogen, da diese in den Registerdaten nicht spezifisch dokumentiert werden. Damit wurden in einzelnen Bundesländern (bespielsweise Thüringen) alle stationären geriatrisch-rehabiliativen Versorgungsbereiche in der Ermittlung des Rehabilitationsanteils nach ischämischem Insult ausgeblendet.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0459a

Dr. PH Matthias Meinck
Kompetenz-Centrum Geriatrie
des GKV-Spitzenverbandes und der Gemeinschaft
der Medizinischen Dienste der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung
c/o MDK Nord, Hamburg

matthias.meinck@kcgeriatrie.de

Interessenkonflikt
Dr. Meinck erhielt Honorare für Fortbildungsveranstaltungen vom medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.

1.
Unrath M, Kalic M, Berger K: Who receives rehabilitation after stroke? Data from the quality assurance project „Stroke Register Northwest Germany“. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(7): 101–7 VOLLTEXT
1.Unrath M, Kalic M, Berger K: Who receives rehabilitation after stroke? Data from the quality assurance project „Stroke Register Northwest Germany“. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(7): 101–7 VOLLTEXT

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