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In seinem Leserbrief weist Herr Dr. Meinck auf zwei – aus seiner Sicht – methodische Einschränkungen unserer Arbeit hin. Auf diese beiden Punkte möchten wir wie folgt antworten.

  • Es ist immer möglich, dass, in Einzelfällen, ein/e Patient/in eine während der Akutbehandlung bereits eingeleitete Rehabilitationsmaßnahme doch nicht antritt. Diese Situation stellt im Rahmen der Angaben, die im Qualitätssicherungsprojekt NWD zur nachfolgenden Rehabilitation gemacht werden, jedoch eine Ausnahme dar. Angaben zur Rehabilitation werden im Projekt nur dann gemacht, wenn diese Rehamaßnahmen durch das behandelnde Krankenhaus bereits geplant und/oder eingeleitet wurden. Damit handelt es sich um die Fälle, in denen das Krankenhaus sich für Rehabilitationsmaßnahmen einsetzt beziehungsweise schon konkrete Schritte zur Umsetzung unternommen wurden.
  • Es ist richtig, dass keine weitere Differenzierung der verschiedenen geriatrischen Rehabilitationsformen erfolgte. Wir gehen jedoch davon aus, dass frührehabilitative Maßnahmen, die in geriatrischen Abteilungen durchgeführt wurden, ebenfalls unter dem Punkt „geriatrische Rehabilitation“ dokumentiert wurden. Bei Unsicherheit bezüglich der Einordnung bestand weiterhin die Möglichkeit, eine Maßnahme als „sonstige Rehabilitationsmaßnahme“ zu klassifizieren, so dass wir davon ausgehen, dass keine systematische Untererfassung geplanter Rehabilitationsmaßnahmen erfolgte. Die Zahlen für die elf teilnehmenden neurologischen Kliniken aus dem Bundesland Thüringen, weisen – zum Beispiel im Vergleich mit Kliniken in den alten Bundesländern – nicht auf eine Untererfassung geriatrischer Rehabilitationsmaßnahmen hin. In den thüringischen Kliniken erhielten rund 13 % aller Hirninfarktpatienten in den Jahren 2010 und 2011 geriatrische Rehabilitationsmaßnahmen. Die entsprechenden Zahlen für Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen liegen bei rund 7 beziehungsweise 11 %.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0459b

Dipl.-Psych. Michael Unrath, M.Sc.

Dr. rer. nat. Marianne Kalic

Prof. Dr. med. Klaus Berger, MPH, M. Sc.

Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin,
Westfälische Wilhelms-Universität, Münster

unrathm@uni-muenster.de

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Unrath M, Kalic M, Berger K: Who receives rehabilitation after stroke? Data from the quality assurance project “Stroke Register Northwest Germany”. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(7): 101–7 VOLLTEXT
1.Unrath M, Kalic M, Berger K: Who receives rehabilitation after stroke? Data from the quality assurance project “Stroke Register Northwest Germany”. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(7): 101–7 VOLLTEXT

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