ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 6/1998Optimierung der Arzneimittelverordnung

Supplement: Praxis Computer

Optimierung der Arzneimittelverordnung

Dtsch Arztebl 1998; 95(45): [41]

EB

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LNSLNS Die Arzneimitteldatenbank des Scholz-Verlages, München, bietet dem Anwender die Möglichkeit, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen zu einzelnen Medikamenten nicht nur strukturiert und gewichtet in übersichtlichen Tabellen abzurufen, sondern unterstützt darüber hinaus einen Arzneimittelrisiko-Schnelltest im Windows-Programm. Durch diesen Test wird der Arzt während der Verordnung auf mögliche Arzneimittelrisiken in Form von Ampelsymbolen hingewiesen. Folgende Prüfungen werden derzeit durchgeführt: Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln oder Nahrungs- und Genußmitteln, Kontraindikationen wegen Diagnosen und Allergien, gleichartige und symptomatische Nebenwirkungen. Der besondere Vorteil für den Arzt liegt darin, daß der Schnelltest während der Verordnung im Hintergrund läuft. Treten unerwünschte Effekte zwischen Medikamenten und/oder Diagnosen auf, leuchtet je nach Schweregrad das jeweilige Ampellicht auf. Per Mausklick auf das Symbol können weitere Informationen abgerufen werden. Sämtliche relevanten Informationen lassen sich mit Unterstützung verschiedener Filter- und Sortierfunktionen in einem Risikoprotokoll zusammenstellen.
Seit einiger Zeit gibt es darüber hinaus ein Optimierungssystem ("SOS - Scholz Optimierungs-System"), das dem Anwender ermöglicht, nach Wirkstoffen zu recherchieren, die ähnliche Wirkmechanismen wie das original verordnete Präparat besitzen, jedoch unerwünschte Effekte vermeiden. In einem "Was wäre wenn"-Szenario werden dem Anwender die Risikoprofile der Alternativen aufgezeigt. Anschließend können die alternativen Präparate in das Rezept übernommen werden und somit die Originalverordnung ersetzen. Zwar kann dem Arzt die Abwägung zwischen dem therapeutischen Nutzen bestimmter Fertigarzneimittel und den mit der Einnahme verbundenen Risiken nicht abgenommen werden. Zumindest aber kann er sich die mit der Therapie verbundenen Risiken transparent machen.
Mit diesen neuen Softwareinstrumenten ist auf dem Gebiet der unerwünschten Arzneimittelwirkungen eine Qualitätsverbesserung bei der Verordnung und Abgabe von Arzneimitteln möglich. Der Scholz-Verlag hat zudem das Projekt "PAPA" gestartet. PAPA steht für Patientenorientiertes ArzneimittelrisikoPräventionsprogramm für Apotheken. Mittlerweile arbeiten rund 3 000 Apotheken damit. Unterstützt werden vor allem die umfassende Arzneimittelrisikoanalyse bei chronisch Kranken mit Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Asthma und Diabetes mellitus. Das Programm wird kostenfrei interessierten Apotheken zur Verfügung gestellt. Außerdem soll über den Internet-Service PAPA online dem Patienten demnächst von zu Hause ermöglicht werden, sich für eine gezielte Beratung in der Apotheke vorzubereiten. EB
Informationen: Scholz-Verlag GmbH, Englschalkinger Staße. 152, 81927 München, Tel 0 89/92 90 91-0, Fax 91 23 38
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