ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013Mindestquotenregelung: Ärztesitze auch für Psychologen

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Mindestquotenregelung: Ärztesitze auch für Psychologen

Dtsch Arztebl 2013; 110(26): A-1294 / B-1134 / C-1122

Bühring, Petra

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Die Mindestquotenregelung, die vorsieht, dass 25 Prozent der psychotherapeutischen Sitze für ärztliche Psychotherapeuten vorbehalten bleiben, wird um zwei Jahre bis Ende 2015 verlängert. Ebenso die gesetzliche Regelung einer Mindestquote von 20 Prozent für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Das hat der Deutsche Bundestag im Rahmen des Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften beschlossen.

Gesetzesänderung: Künftig dürfen Psychologische Psychotherapeuten nicht ausgeschöpfte Zulassungen ärztlicher Psychotherapeuten besetzen. Foto: iStockphoto
Gesetzesänderung: Künftig dürfen Psychologische Psychotherapeuten nicht ausgeschöpfte Zulassungen ärztlicher Psychotherapeuten besetzen. Foto: iStockphoto

Gleichzeitig wird die sogenannte Anrechnungsklausel nach § 101 Absatz 4 Sozialgesetzbuch V teilweise gestrichen. Damit wird es künftig Psychologischen Psychotherapeuten (PP) möglich sein, ärztlichen Psychotherapeuten vorbehaltene, aber nicht ausgeschöpfte Zulassungsmöglichkeiten zu nutzen. Aufgrund des Nachwuchsmangels in dem Fachbereich konnten viele Sitze von ärztlichen Psychotherapeuten nicht besetzt werden.

Ab dem kommenden Jahr könnten bundesweit 276 Praxissitze, die für ärztliche Psychotherapeuten reserviert waren, an PP vergeben werden. Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. begrüßt die getroffene Regelung. So werde „innerhalb der gemeinsamen Bedarfsplanung die Vielfalt der Berufsgruppen gesichert, die psychisch und psychosomatisch Kranke behandeln“. pb

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