ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013ADHS-Patienten: Verbalisierung innerer Befindlichkeit
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Wie Petra Bühring schreibt, hat es Fortschritte gegeben in der Behandlung von Kindern mit ADHS-Symptomen. Psychostimulanzien als erste und ausschließliche Therapie kommt (hoffentlich) nicht mehr vor.

Aber: Es reicht noch nicht, Verhaltensstörungen nur mit verhaltenskorrigierenden Maßnahmen – auch der Eltern – zu behandeln. Kinder drücken Konflikte, Emotionen und innere Befindlichkeit über Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität aus. Wir sprechen von Affektmotorik, im Unterschied zur Leistungsmotorik. Diese kann schon beim Säugling beobachtet werden: Bei Freude oder Unlust wird die innere Spannung über Strampeln abgeführt.

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Die Kinder mit ADHS-Symptomen haben meistens keine Worte für ihre Ängste und Konflikte. Deshalb ist es wichtig, ihnen eine Psychotherapie anzubieten, in der Verbalisierung innerer Befindlichkeit „geübt“ werden kann.

Eine Studie zeigt, dass bei einer Psychotherapie des Kindes, immer kombiniert mit Familientherapie, in der die Kinder nach und nach lernen, über ihre Probleme zu reden, die Verhaltensauffälligkeiten auch ohne Psychostimulanzien zurückgehen: Von 93 Kindern musste nach beendeter Behandlung nur ein Kind vorübergehend auf diese Medikation zurückgreifen.

Literatur beim Verfasser

Dr. med. Terje Neraal, 35435 Wettenberg

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