ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013AXA: Verzicht auf unrentable Tarife

WIRTSCHAFT

AXA: Verzicht auf unrentable Tarife

Dtsch Arztebl 2013; 110(26): A-1332 / B-1168 / C-1152

Clade, Harald

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Der Versicherungskonzern AXA will kurzfristig unrentable Geschäfte aufgeben, sich aus Nischenprodukten zurückziehen und ganze Spezialtarife schließen (etwa in bestimmten Sparten der Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte), gleichzeitig mit Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen das Konzernergebnis weiter verbessern. Das unterstrich der seit einem Jahr amtierende Vorstandsvorsitzende, Dr. Thomas Buberl, bei der Jahrespressekonferenz in Köln. Dabei wolle man „Vollsortimenter“ bleiben, das heißt in allen drei Sparten, Sach-, Lebens- und Kran­ken­ver­siche­rung, Tarife anbieten. Zum deutschen AXA-Konzern gehört als hundertprozentige Konzerntochter auch die Deutsche Ärzteversicherung AG.

Im Bereich der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) war das Neugeschäft des AXA-Konzerns im vergangenem Jahr rückläufig, vor allem infolge des Vorzieheffekts vor 2012 (Unisex; Provisionsnovelle). Andererseits zählt die Krankensparte unverändert zum Erfolgsgaranten der AXA. Die Prämieneinnahmen stiegen 2012 um 4,6 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro. Die Zahl der voll- und zusatzversicherten Personen erhöhte sich um 50 000 auf 1,54 Millionen Tarifversicherte.

In der Sparte „Kran­ken­ver­siche­rung“ nimmt die AXA mit einem Marktanteil von sieben Prozent (gemessen am Beitragsaufkommen) derzeit Rang fünf ein. Ziel ist es, stärker im Bereich der Kranken-Zusatzversicherungen und im Beamtengeschäft zu wachsen. AXA und Deutsche Ärzteversicherung hätten rechtzeitig die relevanten Tarife auf die neue Tarifgeneration Unisex umgestellt, hieß es. So hätten sich seit der Umstellung die Prämien bei Tarifen für Frauen kaum reduziert, die Leistungen aber zum Teil verbessert. Für Männer hatte die Unisex-Tarifumstellung durchschnittliche Tariferhöhungen von circa 25 Prozent zur Folge. HC

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