ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013Ethikberatung: Ein Weckruf
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Der Artikel ist ein Weckruf für eine überfällige Debatte um die Zukunft des Arztberufes.

Im Kern geht es um die Frage, ob es weiter Ärzte geben wird, die den Patienten ganzheitlich und partnerschaftlich begleiten und umsorgen oder ob sie durch Medizintechniker ersetzt werden, die Untersuchungen durchführen und Therapien ansetzen. Dieser Weg ist bereits auf breiter Front in der Bewertung von Leistungen und in ihrer Honorierung angelegt. Er schlägt sich auch in den auf technische Leistungen fixierten Richtzahlen zur Weiter­bildungs­ordnung nieder. Die technische Leistung tritt in den Mittelpunkt – das ärztliche Gespräch und die Beratung des Patienten sind unterbewertet. Leider haben die Ärzte und ihre Organisationen ein gerüttelt Maß an Verantwortung für diese Entwicklung. Sie nützt einer Politik, die die Rationierung der Medizin an die Behandlungsfront verlagert.

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Wenn Entscheidungen im medizinischen Grenzbereich auf Ethikberater und klinische Ethikkommissionen delegiert werden sollten, wäre das ein weiterer Schritt zur Entkernung des Arztberufs.

Literatur beim Verfasser

Prof. Dr. med. Mathias Freund, 18055 Rostock

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