ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013Ästhetische Chirurgie: Zahl der Schamlippenverkleinerungen steigt

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Ästhetische Chirurgie: Zahl der Schamlippenverkleinerungen steigt

Dtsch Arztebl 2013; 110(26): A-1292 / B-1132 / C-1120

Hibbeler, Birgit

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Mit dem Skalpell zur Schönheit: Für viele Frauen ist selbst der Intimbereich keine Tabuzone mehr. Foto: bilderstoeckchen/Fotolia
Mit dem Skalpell zur Schönheit: Für viele Frauen ist selbst der Intimbereich keine Tabuzone mehr. Foto: bilderstoeckchen/Fotolia

Intimchirurgische Eingriffe bei Frauen werden immer häufiger. 2011 nahmen die plastischen Chirurgen in Deutschland allein 5 440 Schamlippenkorrekturen vor, wie aus einer Erhebung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) hervorgeht. Solche Operationen seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen, teilte die Fachgesellschaft mit.

„Wir werden darüber diskutieren müssen, wie man mit dem Thema umgeht“, sagte Prof. Dr. med. Peter M. Vogt, Präsident der DGPRÄC. In vielen Fällen seien die Operationen notwendig, etwa bei stark vergrößerten, schmerzhaften Schamlippen. „Aber natürlich sorgt die starke mediale Aufmerksamkeit auch dafür, dass viele Frauen ihre Schamlippen nicht mehr als ,schön‘ empfinden.“ Da es an Standards mangele, arbeite die DGPRÄC an einer S1-Leitlinie zur Intimchirurgie der Frau. Der Weltärztinnenbund hingegen hatte sich kürzlich gegen intimchirurgische Eingriffe aus rein ästhetischen Gründen ausgesprochen.

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Weitere Ergebnisse: Brustvergrößerungen, Augenlidstraffungen und Fettabsaugungen sind die häufigsten ästhetische Operationen. Insgesamt wurden mehr als 138 000 Eingriffe gezählt. Die Daten stammen aus einer Umfrage unter DGPRÄC-Mitgliedern. Genaue Zahlen über alle „Schönheitsoperationen“ in Deutschland gibt es nicht. BH

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