ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013Caritas: Neuer Tarif in der Schwebe

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Caritas: Neuer Tarif in der Schwebe

Dtsch Arztebl 2013; 110(26): A-1293 / B-1133 / C-1121

KNA; EB

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Katholische Kliniken: Erste Regionalkommission blockiert Gehaltserhöhung für Ärzte. Foto: BilderBox
Katholische Kliniken: Erste Regionalkommission blockiert Gehaltserhöhung für Ärzte. Foto: BilderBox

Die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes hat den Ärzten an den bundesweit 435 katholischen Krankenhäusern mehr Geld zugesichert. Die Gehälter sollen rückwirkend zum 1. Januar um 2,6 Prozent und zum 1. Januar 2014 um weitere zwei Prozent steigen. Die zweistufige Erhöhung entspricht im Wesentlichen dem jüngsten Tarifabschluss für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern.

Allerdings müssen die sechs Caritas-Regionalkommissionen dem Beschluss noch zustimmen. Sie dürfen je nach wirtschaftlicher Situation von den bundesweiten Ergebnissen abweichen.

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Die Regionalkommission Mitte lehnte bereits eine vollständige Übernahme der Vergütungsbeschlüsse ab und stellte Gehaltssteigerungen frühestens ab Jahresmitte in Aussicht. Dies lehnten die Dienstnehmer entschieden ab. Eine sechsmonatige Nullrunde sei nicht akzeptabel, sagte Prof. Dr. med. Ingo Flenker, Vizevorsitzender des Marburger Bundes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz. Er warf der Caritas vor, die Öffentlichkeit zu täuschen und die Ärzteschaft zu verhöhnen. „Wir wollen endlich Tarifverträge für unsere Kollegen in konfessionellen Kliniken. Das scheint der einzige Weg zu sein, um die marktgerechte Vergütung an christlichen Kliniken durchzusetzen“, machte Flenker deutlich. Auch in den vergangenen Jahren habe es Probleme mit den Regionalkommissionen gegeben, sagte er. kna/EB

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