ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2013Annette Grüters-Kieslich: Wiederwahl als Dekanin

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Annette Grüters-Kieslich: Wiederwahl als Dekanin

Dtsch Arztebl 2013; 110(26): A-1327 / B-1163 / C-1149

Zylka-Menhorn, Vera

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Annette Grüters-Kieslich, Foto: Charité – Universitätsmedizin Berlin
Annette Grüters-Kieslich, Foto: Charité – Universitätsmedizin Berlin

Mit überzeugender Mehrheit hat der Fakultätsrat der Charité – Universitätsmedizin Berlin Prof. Dr. med. Annette Grüters-Kieslich für weitere fünf Jahre als Dekanin gewählt. Sie ist damit weiterhin die einzige Frau, die einer der 36 medizinischen Fakultäten in Deutschland vorsteht. Zu ihrer Wiederwahl trug zweifelsfrei bei, dass sie an der Charité den Reformstudiengang Medizin mitinitiiert hat, der deutschlandweit als vorbildhaft angesehen wird, weil die Studierenden hier sofort am Patienten Krankheitsbilder lernen.

Grüters-Kieslich war bis 2008 Ärztliche Leiterin des Charité-Zentrums für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin. Nach ihrem Studium in Bochum wechselte sie in den 70er Jahren an die Freie Universität Berlin. Später forschte sie in Los Angeles, 1998 wurde sie als C-3-Professorin für Pädiatrische Endokrinologie berufen. Mit ihrem Team erforschte sie seltene Entwicklungsstörungen der Bauchspeichel- und der Schilddrüse bei Kindern und sowie die Ursachen, die zu Fettleibigkeit bei Jugendlichen führen. Dass sie auch Forschungsthemen bearbeitet, die eine „große gesellschaftliche Relevanz haben“, ist ihr wichtig.

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Grüters-Kieslich ist unter anderem Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Sich als Frau in der Medizin durchzusetzen, sei immer noch schwieriger als in anderen Fächern. Die Karrierebedingungen für Akademikerinnen zu verbessern, ist ihr deshalb ein Anliegen. Im Gespräch wirkt sie so, wie man sich eine gute Ärztin vorstellt: sachlich, unprätentiös, aber auch zupackend und warmherzig. Vera Zylka-Menhorn

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