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Wir danken Herrn PD Dr. Müllenbach und Koautoren für ihre zusätzlichen Hinweise, die eine der Aussagen unseres Artikels nochmals hervorheben.

Es ist unstrittig, dass die Behandlung kritisch kranker Patienten mit schwerem Lungenversagen auf Zentren konzentriert werden sollte, weil durch hochspezialisiertes Management die Überlebenschance weiter verbessert werden kann. Die Anwendung extrakorporaler Lungenunterstützungsverfahren stellt eine Therapieoption unter anderen im Rahmen der Behandlung dar und sollte unserer Meinung nach ebenfalls auf Zentren beschränkt bleiben. Wir haben versucht, dies in unserem Beitrag für das Deutsche Ärzteblatt herauszuarbeiten.

Potenziell lebensbedrohliche Komplikationen müssen zeitnah erkannt und beherrscht werden, was nur durch Erfahrung, intensive Schulung aller Beteiligter und die Verfügbarkeit anderer medizinischer Fachrichtungen, beispielsweise der Gefäßchirurgie, ermöglicht wird.

Wesentliche Voraussetzung für eine Behandlung dieser Patienten in Zentren ist ein mobiles ECMO-Team, das gegebenenfalls die extrakorporale Unterstützung extern initiieren kann, um damit einen sicheren Transport zu gewährleisten. Herr PD Dr. Hinkelbein und Kollegen betonen zu Recht, dass die Kanülierung kritisch kranker Patienten in externen Kliniken und der nachfolgende Transport an ECMO nicht ohne Risiken sind. Reibungslos organisierte Logistik, standardisierte Abläufe sowie ein spezialisiertes Team sind notwendig. Die Publikation unserer Ergebnisse und Erfahrungen mit kumulativ 126 Patienten, die an veno-venöser ECMO transportiert wurden, ist in Vorbereitung.

Extrakorporale Verfahren werden bei Neugeborenen und Kindern mit respiratorischem oder kardialem Versagen weltweit in bedeutendem Umfang eingesetzt. Sowohl Indikationsstellung als auch praktisches Vorgehen unterscheiden sich erheblich von der Therapie Erwachsener. Dies mit der nötigen Sorgfalt auszuarbeiten, hätte den Umfang unserer Übersichtsarbeit gesprengt und war daher explizit nicht beinhaltet.

Die Einführung einer Qualitätssicherung für die Behandlung des schweren ARDS mit Hilfe extrakorporaler Verfahren, wie von PD Dr. Müllenbach angesprochen, ist in anderen Ländern bereits etabliert und sollte auch für Deutschland angestrebt werden. Eine vielversprechende Initiative wird aktuell durch das ARDS-Netzwerk Deutschland vorbereitet, um Therapiestandards zu etablieren und die Behandlung dieser schwerstkranken Patienten weiter zu optimieren.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0486

Für die Autoren

PD Dr. med. Thomas Müller

Prof. Dr. med. Thomas Bein

Universitätsklinikum Regensburg

thomas.mueller@klinik.uni-regensburg.de

Interessenkonflikt

PD Dr. Müller bekam Reisekostenunterstützung und Vortragshonorare

von der Firma Maquet Cardiopulmonary, Rastatt.

Prof. Bein erhielt Honorare für Beratertätigkeit im Advisory Board und für Vorträge von der Firma Novalung, Heilbronn.

1.
Müller T, Bein T, Philipp A, Graf B, Schmid C, Riegger G: Extracorporeal pulmonary support in severe pulmonary failure in adults—a treatment rediscovered. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(10): 159–66 VOLLTEXT
1.Müller T, Bein T, Philipp A, Graf B, Schmid C, Riegger G: Extracorporeal pulmonary support in severe pulmonary failure in adults—a treatment rediscovered. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(10): 159–66 VOLLTEXT

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