ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996Berufsunfähigkeit als Lücke

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Berufsunfähigkeit als Lücke

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LNSLNS Jung und berufsunfähig – das ist kein Widerspruch. Öfter als vermutet trifft Berufsunfähigkeit infolge von Krankheit auch junge Menschen, die noch keine ausreichenden Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten können. Häufige Ursachen für Berufsunfähigkeit sind mit 32 Prozent Herz- und Kreislauferkrankungen, mit 18 Prozent folgen Wirbelsäulenleiden, Knochenerkrankungen sowie Rheumatismus, 11 Prozent gehen auf Nervenerkrankungen zurück, und erst mit 9 Prozent folgen Unfallverletzungen, die schließlich zur Berufsunfähigkeit führen. Jedoch nur 28 Prozent der Lebensversicherungsverträge werden, wie die Alte Leipziger beklagt, mit einer BerufsunfähigkeitsZusatzversicherung gekoppelt. Die gesetzliche Rente bietet bei Berufsunfähigkeit jedoch nur eine Grundversorgung. Sie betrage nur knapp 30 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Bei Gutverdienenden sei der Abstand zum letzten Einkommen noch größer. Selbständige hätten oft gar keinen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die persönliche Versorgungslücke ergebe sich aus den Ausgaben bei Berufsunfähigkeit abzüglich der zu erwartenden Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Leistungen seien bei jungen Leuten noch sehr niedrig. WZ
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