ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2013HIV-Therapie: Welt­gesund­heits­organi­sation rät zu früherem Beginn

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HIV-Therapie: Welt­gesund­heits­organi­sation rät zu früherem Beginn

Dtsch Arztebl 2013; 110(27-28): A-1346 / B-1182 / C-1166

Zylka-Menhorn, Vera

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Die antiretrovirale Therapie der HIV-Infektion soll nach Empfehlung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) deutlich früher beginnen, das heißt bei einem Abfall der CD4-Zellzahl auf unter 500 (pro Mikroliter). Bisher lag der Grenzwert bei 350 CD4-Zellen. Für einige Untergruppen (wie Kinder unter fünf Jahre, Schwangere, Stillende, HIV-negative Lebenspartner, Patienten mit begleitender Tuberkulose oder Hepatitis B) rät die WHO sogar zu einem Therapiebeginn unabhängig von der CD4-Zellzahl. Um die Adhärenz der Maßnahme zu fördern, sollten Kombinationspräparate zur einmal täglichen Einnahme verordnet werden.

Die Indikationsausweitung hat zur Folge, dass die Zahl der therapiepflichtigen Patienten weltweit von 17 auf 26 Millionen steigt. Die aktualisierte Empfehlung erfolgt zum Schutz des Individuums, vor allem aber zielt die Maßnahme darauf ab, die globale Ausbreitung der HIV-Epidemie einzudämmen. zyl

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