ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2013Frage der Woche an . . . Vanessa Bauhüs, Diplom-Psychologin und Beraterin der Schubert Management Consultants GmbH & Co. KG

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Vanessa Bauhüs, Diplom-Psychologin und Beraterin der Schubert Management Consultants GmbH & Co. KG

Was macht ein Krankenhaus als Arbeitgeber für Ärztinnen und Ärzte attraktiv?

Dtsch Arztebl 2013; 110(27-28): [4]

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In Zeiten des Ärztemangels müssen sich die Krankenhäuser als Arbeitgeber bei den Ärztinnen und Ärzten bewerben. Doch welche Faktoren machen ein Krankenhaus zu einem attraktiven Arbeitgeber? Gemeinsam mit Schubert Management Consultants hat der Deutsche Ärzte-Verlag insgesamt 577 Medizinstudierende, Ärzte in Weiterbildung sowie Fach-, Ober- und Chefärzte nach ihren Präferenzen befragt. Projektleiterin Vanessa Bauhüs zu den wichtigsten Ergebnissen der Befragung

Frau Bauhüs, was macht ein Krankenhaus als Arbeitgeber für Ärztinnen und Ärzte attraktiv?

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Bauhüs: Sicher ist: Es reicht heutzutage längst nicht mehr aus, allein auf die Reputation des Chefarztes zu setzen, um qualifizierten ärztlichen Nachwuchs für die Klinik zu erhalten. Soziale Medien wie Facebook und Co. bringen allerdings auch keinen großen Nutzen. Das Teamklima, Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie die Arbeitszeitgestaltung sind hingegen Schlüsselfaktoren, die die Krankenhäuser und vor allem deren Leitende unbedingt berücksichtigen sollten. Dies belegen die Ergebnisse der Studie „Arbeitgeberattraktivität deutscher Krankenhäuser“, die wir in Kooperation mit dem Deutschen Ärzte-Verlag durchgeführt haben.

Der Unterschied zwischen den Einschätzungen der leitenden Ärzte und sonstigen der ärztlichen Mitarbeiter ist bemerkenswert:

  • Von den 86 an der Studie teilnehmenden Leitenden Ärzte schätzen auf einer fünfstufigen Skala 79 Prozent das medizinische Leistungsspektrum als „wirksam“ oder „sehr wirksam“ für die Arbeitgeberattraktivität ein. 78 Prozent geben dem Teamklima eine der beiden Höchstnoten, 76 Prozent den Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten und 74 Prozent dem Image der einzelnen Fachabteilungen.
  • Bei den 256 an der Studie teilnehmenden ärztlichen Mitarbeitern steht das Teamklima an oberster Stelle der Prioritätenliste (89 Prozent geben „sehr wichtig“ bis „essenziell“ an), gefolgt von Weiter-und Ausbildungsmöglichkeiten (82 Prozent) und der Arbeitszeitgestaltung (81 Prozent). Das medizinische Leistungsspektrum sehen immerhin 66 Prozent als „sehr wichtig“ bis „essenziell“ an, das Image einzelner Fachabteilungen hingegen nur 36 Prozent.

Sowohl die Leitenden Ärzte als auch die ärztlichen Mitarbeiter beurteilen die Verfügbarkeit einer Karrierehomepage und den Auftritt in sozialen Medien als am unwirksamsten beziehungsweise unwichtigsten.

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