ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2013Walter Plassmann: Dienstleister und Gestalter in Spitzenposition

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Walter Plassmann: Dienstleister und Gestalter in Spitzenposition

Dtsch Arztebl 2013; 110(27-28): A-1381 / B-1211 / C-1193

Maus, Josef

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Walter Plassmann, Foto: KV Hamburg
Walter Plassmann, Foto: KV Hamburg

Das Hamburger Modell kennt man gemeinhin als ein Verfahren zur stufenweisen Wiedereingliederung nach einer Reha- oder Krankenhausbehandlung. Hamburgs Kassenärzte verbinden mit dieser Bezeichnung noch etwas ganz anderes: den seinerzeit durchaus gewagte Versuch, den zweiköpfigen hauptamtlichen Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) mit Nichtärzten zu besetzen. Das war vor knapp zehn Jahren. Heute weiß man in der Hansestadt, dass dieser ungewöhnliche Schritt ein Glücksgriff war.

Walter Plassmann (58), einer der beiden nichtärztlichen Vorstände, ist zum 1. Juli als Nachfolger von Dieter Bollmann zum Vorstandsvorsitzenden der KV Hamburg gewählt worden. Für den gelernten Juristen, der zunächst als Journalist mit dem spezifischen Gebilde ambulante Versorgung in Berührung kam, ist dies eine eindrucksvolle Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. Bollmann und Plassmann traten damals auf Betreiben des ehemaligen KV-Vorsitzenden, Dr. med. Michael Späth, als Kandidaten für die Vorstandsämter an – eine Strategie mit Weitblick, wie sich herausstellte. Haus- und Fachärzte vertrauten gleichermaßen der neuen Führung – und tun es noch heute.

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„Wir vertreten keine Gruppeninteressen, sondern haben alle Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten im Blick“, sagte Plassmann im Oktober 2004 dem Deutschen Ärzteblatt. Das dürfte zugleich die Leitlinie der nächsten Jahre sein, in denen die KV ihr Profil als Dienstleistungsunternehmen und gestalterische Interessenvertretung unter Plassmanns Führung weiter schärfen werden wird. Josef Maus

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