ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2013Arzt – Patient: Wo das Problem liegt
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Der von der Politik, den Kassen, den Medien und nicht zuletzt von Patientenorganisationen geforderte informierte und somit „mündige“ Patient ist ein hehres Ziel. So ist dennoch die im Artikel formulierte Darstellung, wenn auch durch Studien aufgezeigt, einige Ärzte hätten damit ein Problem, dass Patienten stärker nachfragten und der Zeitaufwand für Gespräche wesentlich größer als früher sei, eine unzulässige Verkürzung. Denn sie haben eher ein Problem damit, den durch Medien, vornehmlich Artikel im unübersichtlichen Informationsdschungel des „World Wide Web“ erworbenen „Fehl“informationen des Patienten zu begegnen, diese richtigzustellen und dadurch einen erhöhten Zeitaufwand zu betreiben, quasi just for fun. Solange nicht gewährleistet ist, dass die Eigeninformation des Patienten auf Verlässlichkeit durch Weitergabe fundierten Wissens fußt, wird sich jeder souveräne und gesprächsbereite Arzt mit dem Wirrwarr von vermeintlich guten Informationen schwertun, auf die mancher Patient vertraut. Ein Medizinstudium ist damit ohnehin nicht zu ersetzen, so dass der Arzt weiterhin Ansprechpartner Nummer eins und unisono Vertrauensperson bleibt.

Dr. Stefan Wenzel, 65343 Eltville

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