ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2013Soziale Netzwerke: Narzisstische Tendenzen bei jugendlichen Facebook-Nutzern

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Soziale Netzwerke: Narzisstische Tendenzen bei jugendlichen Facebook-Nutzern

PP 12, Ausgabe Juli 2013, Seite 292

Meyer, Rüdiger

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Angststörungen und Depressionen sind häufig bei intensiven Facebook-Nutzern. Foto: dpa
Angststörungen und Depressionen sind häufig bei intensiven Facebook-Nutzern. Foto: dpa

Soziale Netzwerke bieten für Kinder und Jugendliche Vorteile und neue Möglichkeiten, bergen aber auch Gefahren. Trotzdem ist es für Eltern nicht sinnvoll, die Online-Aktivitäten der jugendlichen Facebook-Nutzer im Detail zu verfolgen. Diese Auffassung vertraten Psychologen auf dem 119. Jahrestreffen der American Psychological Association.

„Facebook hat die Beziehungen vor allem junger Menschen verändert. Jetzt gibt es Forschungsergebnisse dazu, welche positiven und negativen Folgen dies hat“, sagte Larry Rosen, Psychologe an der California State University/USA. Er stellte heraus: Teenager, die Facebook nutzen, zeigen häufiger narzisstische Tendenzen. Bei jungen Erwachsenen, die das soziale Netzwerk intensiv gebrauchen, findet man häufiger depressive und manische Episoden, antisoziales Verhalten und andere psychiatrische Störungen. Übermäßige Aktivität auf Facebook und Co. könne zudem das Lernen beeinträchtigen. Außerdem litten solche Nutzer häufiger unter Angststörungen und Depressionen.

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Laut Rosen hat die neuere Forschung aber auch positive Aspekte der sozialen Netzwerke herausgearbeitet. So seien die Nutzer empathischer, zumindest im Rahmen von Online-Kontakten. Introvertierte Jugendliche könnten bei Facebook soziales Verhalten und Kontaktaufnahme erlernen und einüben. Im Gegensatz zu den oben angesprochenen negativen Konsequenzen für das Lernen böten die Portale grundsätzlich auch die Möglichkeit, Lerntechniken zu vermitteln. rme

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