ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2013ADHS-Patienten: Verbalisierung innerer Befindlichkeit
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Es hat Fortschritte gegeben in der Behandlung von Kindern mit ADHS-Symptomen. Psychostimulanzien als erste und ausschließliche Therapie kommen (hoffentlich) nicht mehr vor.

Aber: Es reicht noch nicht, Verhaltensstörungen nur mit verhaltenskorrigierenden Maßnahmen – auch der Eltern – zu behandeln. Kinder drücken Konflikte, Emotionen und innere Befindlichkeit über Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität aus. Wir sprechen von Affektmotorik, im Unterschied zur Leistungsmotorik. Diese kann schon beim Säugling beobachtet werden: Bei Freude oder Unlust wird die innere Spannung über Strampeln abgeführt.

Die Kinder mit ADHS-Symptomen haben meistens keine Worte für ihre Ängste und Konflikte. Deshalb ist es wichtig, ihnen eine Psychotherapie anzubieten, in der Verbalisierung innerer Befindlichkeit „geübt“ werden kann.

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Eine Studie zeigt, dass bei einer Psychotherapie des Kindes, immer kombiniert mit Familientherapie, in der die Kinder nach und nach lernen, über ihre Probleme zu reden, die Verhaltensauffälligkeiten auch ohne Psychostimulanzien zurückgehen: Von 93 Kindern musste nach beendeter Behandlung nur ein Kind vorübergehend auf diese Medikation zurückgreifen.

Literatur beim Verfasser

Dr. med. Terje Neraal, 35435 Wettenberg

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Avatar #91607
thomgre
am Sonntag, 21. Juli 2013, 00:14

Kenntnis der Materie wäre hilfreicher

Wer die stimulative Behandlung heute immer noch auf die Minderung von Hyperaktivität und Verhaltensauffälligkeiten reduziert, muß sich gefallen lassen, dass ihm die Fachkunde bzgl. dieser Störung abgesprochen wird. Psychologisieren hilft den Betroffenen nicht weiter; Besserungen geschähen dann trotz und nicht wegen solcher "Therapien", allein durch coping der Klienten.

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