ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2013Väter in der Therapie: Probleme der Triangulierung

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Väter in der Therapie: Probleme der Triangulierung

PP 12, Ausgabe Juli 2013, Seite 329

Moser, Tilmann

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Wenn eine seelische Störung mit einer frühen Mutterbeziehung oder gar einer unaufgelösten oder destruktiven Symbiose mit ihr zusammenhängt, tut sich jeder Psychotherapeut und Psychoanalytiker schwer, das in den passenden Übertragungs- und Gegenübertragungsformen zu behandeln: Die destruktiven Anteile bedrohen die therapeutische Beziehung. Und dann bleibt das Problem: Wie erscheint der Vater oder ein anderer wichtiger Dritter in der Übertragung? Wie „repariert“ man eine missglückte oder fehlende Triangulierung oder führt den rettenden Dritten in die analytische Dyade ein?

Solchen Problemen widmet sich der überaus verdienstvolle Band mit einer Fülle von kompetenten Aufsätzen nicht nur klassisch-orthodoxer Theorie und Behandlungstechnik, sondern auch ausgreifender „integrativer“, auch systemischer Therapie, sogar unter Einbeziehung der oft genug noch skeptisch betrachteten analytischen Körperpsychotherapie. Deshalb betonen die beiden Herausgeber in ihrem umfangreichen und kundigen Vorwort: „Wir fragen danach, wie Väter im Zusammenspiel mit den Müttern positiv auf die Entwicklung ihrer Kinder einwirken können, und führen zur Bedeutung triadischer familialer Beziehungen hin“, und dies in Arbeiten aus der Babyambulanz bis zu Arbeiten zu den abwesenden Vätern. Nur die Großeltern fehlen, die immer wichtiger werden, aber die geraten vielleicht in einen Folgeband. Tilmann Moser

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Heinz Walter, Helmwart Hierdeis (Hrsg.): Väter in der Psychotherapie. Der Dritte im Bunde? Schattauer, Stuttgart 2013, 270 Seiten, gebunden, 39,95 Euro

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