ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2013Einblicke: Dorothee Stoupel, Dipl.-Psych.

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Einblicke: Dorothee Stoupel, Dipl.-Psych.

PP 12, Ausgabe Juli 2013, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Dorothee Stoupel, Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin in Berlin-Charlottenburg, engagiert sich in der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) für die Öffentlichkeitsarbeit und im DPV-Ausschuss für Nachwuchsförderung. Gerade die Förderung des psychoanalytischen Nachwuchses liegt ihr sehr am Herzen.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf?

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Psychoanalytikerin zu sein, ist mehr als ein Beruf, eher eine Haltung. Ich liebe ihn sehr, weil ich alle meine Interessen unterbringen kann: das an Menschen, an der Wissenschaft, an Philosophie, an Psychoanalyse. Man muss sehr präsent sein, geistig wie emotional. Da jeder Patient sein eigenes Universum ist, wird es nie langweilig.

Was mögen Sie nicht?

Der einzige Nachteil für mich an meinem Beruf ist, dass man nicht spontan Urlaub machen kann. Ich gebe Anfang des Jahres schon einen Urlaubsplan raus, damit die Analysanden sich darauf einstellen können. Vor allem, wenn sie mehrere Male in der Woche kommen, vertragen sie Trennungen nicht so gut.

Wenn Sie die Strippen ziehen könnten,. . .

Dann würde ich dafür sorgen, dass die Patienten so lange kommen können, wie sie es brauchen. Der Zeitgeist ist gegen die Analyse. Wir wissen aber, dass man für tiefe strukturelle Veränderungen Zeit braucht. Wir bekommen häufig noch 300 Stunden bewilligt. Aber immer öfter machen die Gutachter deutlich, dass schon 160 Stunden ausreichen sollten. Der allgemeine Druck wirkt sich auf die Bewilligungspraxis aus.

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