ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2013Erste Hilfe: Mehr Aufklärung
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Die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Laien wurde bereits Anfang der 80er Jahre in einer Studie durch Herrn Prof. Dr. Kettler an der Uni Göttingen mit Erfolg durchgeführt. Es wurden circa 20 000 Laien in den Basismaßnahmen der HLW durch Laien ausgebildet. Von 1998 bis 2008 erfolgten von insgesamt 1 104 Wiederbelebungen 317 Reanimationen durch Laien (28,7 Prozent). Zwischen 2006 und 2008 stieg dieser Anteil auf 34,7 Prozent, und aktuell liegen die Zahlen bei 22,7 Prozent. In den skandinavischen Ländern sind 60 Prozent der HLW durch Laien erfolgreich!

Ich habe in unserem Lions-Club 1986 mit unseren Mitgliedern die HLW an Reanimationspuppen (Resusci-Anne) geprobt, und alle Beteiligten waren in der Lage, eine effektive HLW durchzuführen.

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Gescheitert ist die weitere flächenhafte Ausbildung in der HLW durch Laien hier in Mönchengladbach durch die Bedenken der Hilfsorganisationen, die an einer kurzen, zweimal drei- bis vierstündigen Ausbildung, wie sie Prof. Kettler mit 20 000 Laien durchgeführt hat, nicht interessiert waren.

Ein hauptsächlicher Hinderungsgrund, die HLW für Laien durchzuführen, liegt vermutlich in der Angst, etwas falsch zu machen. Nur Aufklärung und unterstützende Motivation können hier Erfolg bringen.

Vielleicht können wir uns ja bei den skandinavischen Kollegen Tipps für die erfolgreiche Durchführung einer HLW-Kampagne holen.

Dr. med. Hans-Bernd Roleff,
41063 Mönchengladbach

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