ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2013Krankenhaus: Neue Bundesländer ausgespart
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Es ist wunderbar, mal wieder einen Artikel über unsere Krankenhäuser zu lesen, in dem der Bereich der sogenannten neuen Bundesländer konsequent ausgespart wird – als ob es keine Wiedervereinigung gegeben hätte.

Zuordnung zu „Wirtschaftswundergeneration“ oder „Babyboomer“, Prägung durch die „68er Bewegung“ oder gar den „Terror der RAF“ sind für einen nicht geringen Anteil der entsprechenden Jahrgänge in unserem Land keineswegs zutreffend.

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Wo sind die prägenden ostdeutschen Zäsuren wie etwa Mauerbau, Ende des Stalinismus oder der Überwachung durch die Stasi? Nicht wenige heutige Führungskräfte und Leistungsträger haben diese und andere prägende Einflüsse in ihrer beruflichen und privaten Biografie erfahren, weshalb sich ihr Verhaltens- und Leitungsstil durchaus nicht unwesentlich von dem der oben genannten Kategorien unterscheiden mag.

Wenn schon versucht wird, die Generationen unseres Landes in Schubkästen einzusortieren, sollte man dabei nicht die Biografien der ostdeutschen Ärzte komplett ignorieren.

Dr. med. Ulf Winkler, Oberlausitz-Kliniken gGmbH, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,
02625 Bautzen

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