ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2013Laser: Modellauge soll Eingriffe optimieren

TECHNIK

Laser: Modellauge soll Eingriffe optimieren

Dtsch Arztebl 2013; 110(29-30): A-1443 / B-1269 / C-1252

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Wissenschaftler des Instituts für Angewandte Physik (IAP) der Universität Jena (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Stefan Nolte) haben ein Modellauge vorgestellt, das der Untersuchung optischer Nebeneffekte nach Behandlung mit ultrakurzen Laserpulsen dient (www.iap.uni-jena.de/IAP.html). Das Modell besteht – analog zum menschlichen Auge – aus einer transparenten künstlichen Hornhaut, einer Linse und einer Iris, wohingegen die hintere Augenkammer mit Wasser gefüllt ist. Als Ersatz für die Netzhaut verwenden die Forscher einen Kamerasensor. Mittels Sensor kann die Umgebung abgebildet werden, und es lassen sich spezielle Testtafeln analysieren.

Tests haben ergeben, dass durch Lichtbeugung nach Laserbehandlungen an der Linse des Auges zum Beispiel Regenbogeneffekte auftreten können. „Diese unerwünschten Nebeneffekte können wir mit dem Modellauge simulieren“, sagte Dr. Roland Ackermann vom IAP. Ziel sei es, laserchirurgische Eingriffe zu optimieren, mit denen sich die Alterssichtigkeit korrigieren lasse. Im Gegensatz zu Laserbehandlungen der Hornhaut werden derartige Lasereingriffe an der Augenlinse noch nicht klinisch durchgeführt.

Dieses Forschungsvorhaben läuft im Rahmen des internationalen Stipendienprogramms „Green Photonics“, das Teil des vom Land Thüringen und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kompetenzdreiecks „OptiMi“ (www.optimi.uni-jena.de) ist. EB

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema