ArchivDeutsches Ärzteblatt19/1996Beatmung im Rettungsdienst

SPEKTRUM: Bücher

Beatmung im Rettungsdienst

Sefrin, P.

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LNSLNS Notfallmedizin
Denkanstöße
P. Sefrin (Hrsg.:) Beatmung im Rettungsdienst. 12. Fortbildungstagung für Notfallmedizin Lindau 1994, (Klinische und Experimentelle Notfallmedizin 17), W. Zuckschwerdt Verlag, München u. a., 1995, V, 95 Seiten, 29 Abbildungen, 39 Tabellen, kartoniert, 49 DM
Die Beatmung stellt neben der Substitution von Volumenverlusten die zentrale Säule in der präklinischen Notfallmedizin dar. Die Erfolge der modernen Notfallmedizin sind untrennbar mit dem Entdecken und dem konsequenten Ausbau der Beatmungsmöglichkeiten in der Präklinik verbunden. Der Tagungsbericht greift in 14 Beiträgen eine breite Palette der Möglichkeiten und Probleme der Beatmung im Rettungsdienst auf. Nach einer einleitenden Darstellung von Fallbeispielen mit Atemstörungen in der Präklinik werden Beatmungen in speziellen Situationen, so beim Kleinkind, bei Unterkühlung, bei Status asthmaticus, bei der Reanimation und bei einer Aspiration dargestellt.
Ein Vergleich von Beatmungsgeräten für die Präklinik zeigt auf, daß zwischen der ersten und der zweiten Gerätegeneration für diesen Verwendungszweck Fortschritte erzielt wurden, aber die ideale Lösung aller Probleme des breiten Anwendungsbereichs dieser Geräte noch nicht gefunden ist. Somit kommt der Darstellung der Möglichkeiten der manuellen Beatmung im Rettungsdienst Bedeutung zu, weil spezifische Situationen nicht immer befriedigend mit den gängigen Beatmungsgeräten abgedeckt sind. Die Beatmung beim Sekundärtransport stellt, schon wegen der gegenüber dem Primäreinsatz längeren Transportzeit, nochmals besondere Anforderungen an die medizinische Qualifikation und die gerätetechnische Ausstattung für diesen Transportfall.
Die Übersicht zur Stellung der Kehlkopfmasken in der präklinischen Notfallmedizin macht deutlich, daß im Gegensatz zu vorschnell kolportierten Auffassungen die Kehlkopfmasken den "Goldstandard der endotrachealen Intubation" durch den hierin Geübten nicht ersetzen können.
Die Lektüre des Kongreßbandes ist für den an der Notfallmedizin und dessen Fortschritten Interessierten nützlich und geeignet, Denkanstöße zu geben, um das eigene notfallmedizinische Handeln weiter zu vervollkommnen.
Peter Knuth, Köln
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