ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1998Frakturprävention in der Postmenopause durch Fluorid und Kalzium

MEDIZIN: Referiert

Frakturprävention in der Postmenopause durch Fluorid und Kalzium

Dtsch Arztebl 1998; 95(47): A-3002 / B-2560 / C-2371

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LNSLNS Der Einsatz von Fluoriden in der Behandlung der Osteoporose und Prävention von Frakturen wird nach wie vor kontrovers beurteilt. In einer kontrollierten Studie an 200 postmenopausalen Patientinnen mit radiologisch gesicherter Osteoporose wurde die Wirksamkeit einer Kombinationsbehandlung aus Kalzium und Fluoriden gegen eine Monotherapie mit Kalzium untersucht. Über vier Jahre erhielten die Patientinnen täglich 20 mg Fluorid (Monofluorphosphat) und 1 000 mg Kalzium (Kalziumkarbonat) oder nur Kalzium.
Bei jährlichen Nachuntersuchungen (n = 164) konnte gezeigt werden, daß die Kombinationsbehandlung mit Fluoriden gegenüber der Monotherapie mit Kalzium deutliche Vorteile aufwies. Zwei von 84 Patienten (2,4 Prozent) in der Kalzium/Fluorid-Gruppe gegenüber acht von 80 Patienten (zehn Prozent) in der Kalzium-Gruppe erlitten im Beobachtungszeitraum Wirbelkörperfrakturen. Während auch ein positiver Einfluß des Fluorids auf die Wirbelkörperdichte feststellbar war, ließ sich am Schenkelhals weder für die Frakturrate noch für die Knochendichte eine Überlegenheit der Kombinationsbehandlung gegenüber der Monotherapie nachweisen.
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Reginster JY et al.: The effect of sodium monofluorophosphate plus calcium on vertebral fracture rate in postmenopausal women with moderate osteoporosis. Ann Intern Med. 1998; 129: 1-8.
Prof. Dr. Reginster, CHU Centre Ville, Quai Godefroid Kurth 45, Bâtiment K1, B-4020 Liège, Belgien.


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