ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2013Zigarettenkonsum: Krankheitskosten höher als angenommen

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Zigarettenkonsum: Krankheitskosten höher als angenommen

Dtsch Arztebl 2013; 110(31-32): A-1466 / B-1290 / C-1274

Hillienhof, Arne

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Die Krankheitskosten durch Zigarettenkonsum sind in Deutschland deutlich höher als angenommen. Das haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums München in einer Querschnittsstudie ermittelt.

Kostentreiber: Für einen Raucher mussten im Gesundheitswesen 2008 etwa 700 Euro mehr ausgegeben werden als für einen Nichtraucher. Foto: dpa
Kostentreiber: Für einen Raucher mussten im Gesund­heitswesen 2008 etwa 700 Euro mehr ausgegeben werden als für einen Nichtraucher. Foto: dpa

In ihrer Untersuchung haben die Forscher erstmalig alle gesundheitlichen Folgen des Zigarettenkonsums berücksichtigt, indem sie die Kosten der medizinischen Versorgung und des Arbeitsausfalls von Rauchern, ehemaligen Rauchern und Nichtrauchern verglichen. Das Ergebnis: Die Kosten, die die medizinische Versorgung und Arbeitsausfälle von Rauchern verursachen, liegen um 24 Prozent höher als die bei Nichtrauchern; bei ehemaligen Rauchern, die krankheitsbedingt mit dem Rauchen aufhörten, sind es 35 Prozent. Je Raucher konnten für das Jahr 2008 Mehrkosten von etwa 700 Euro, je Exraucher von 1 100 Euro berechnet werden. Das ist fast doppelt so viel wie bei früheren Schätzungen. „Die genaue Abschätzung der Krankheitskosten ist eine wesentliche Grundlage der effizienten Prävention“, betonte Prof. Dr. oec. publ. Reiner Leidl vom Helmholtz-Zentrum München. hil

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