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Dtsch Arztebl 2013; 110(31-32): A-1501

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Flupirtin: Einschränkung der Zielgruppe und Begrenzung der Behandlungsdauer – Eine Beurteilung der Spontanberichte zu Lebererkrankungen unter der Anwendung des zentral wirkenden Analgetikums Flupirtin (zum Beispiel Katadolon®, AWD Pharma/Teva; Trancopal® Dolo, Kade), die von einem asymptomatischen Anstieg der Leberenzyme bis zu Leberversagen reichten, hat zu einer Aktualisierung der Fachinformation für Flupirtin-haltige Arzneimittel geführt:

  • Flupirtin ist nun für die Behandlung von akuten Schmerzen bei Erwachsenen indiziert, wenn andere Analgetika kontraindiziert sind.
  • Dies gilt auch für die Flupirtin-Lösung zur Injektion (i.m.) als Einzeldosis bei Erwachsenen mit postoperativen Schmerzen.
  • Die Dauer der Behandlung für orale Darreichungsformen und Zäpfchen darf zwei Wochen nicht überschreiten.
  • Die Kontraindikationen umfassen nun auch Patienten mit vorbestehenden Lebererkrankungen oder Alkoholmissbrauch, sowie die gleichzeitige Anwendung von Flupirtin mit anderen Medikamenten mit bekannter, klinisch relevanter Hepatotoxizität.
  • Leberwertkontrollen müssen dann in wöchentlichen Abständen durchgeführt und die Behandlungen überprüft werden.

Elvanse® ist nun Betäubungsmittel – Der Wirkstoff Lisdexamfetamindimesilat (Elvanse®, Shire), der im März in Deutschland zugelassen wurde, ist ab 17. Juli 2013 als verschreibungsfähiges Betäubungsmittel in das Betäubungsmittelgesetzes aufgenommen worden.

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Lisdexamfetamin ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Stoffgruppe der Phenylethylamine mit stimulierender Wirkung. Sie wird als Arzneistoff verwendet zur Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren, die auf die Therapie mit Methylphenidat unzureichend angesprochen haben. Lisdexamfetamin ist ein Prodrug und wird erst nach der Resorption im Magen-Darm-Trakt primär von den Erythrozyten zu Dexamfetamin hydrolysiert, welches pharmakologisch aktiv ist. EB

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