ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2013Kulturkalender: Allegorische Fabelwesen

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Kulturkalender: Allegorische Fabelwesen

Dtsch Arztebl 2013; 110(31-32): A-1500

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Berlin

Bis 16. September:

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Antes. Malerei 1958–2010

Der 1936 in Heppenheim an der Bergstraße geborene Maler, Grafiker und Bildhauer stellte nach seinen informellen Anfängen eine von ihm erfundene Kunstfigur in Menschengestalt, den „Kopffüßler“, in den Mittelpunkt seines Schaffens und wurde damit einer der ersten Vertreter der neuen Figuration. Die Auseinandersetzung mit den Mythen und Bildern der italienischen Antike und Renaissance führte in den 1970er Jahren zu Bildmotiven wie dem Zyklopen Polyphem, Odysseus, Samson, Ödipus auf Kolonos oder dem 125 × 94 Zentimeter messenden Ikarus (Bild). Die Retrospektive umfasst fünf Jahrzehnte von Horst Antes’ malerischem Werk.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Mi.–Mo. 10–19 Uhr

Bielefeld/Baden-Baden

Bis 20. bzw. 27. Oktober:

Auf Zeit. Wandbilder – Bildwände

Zwei Museen, die Kunsthallen Bielefeld und Baden-Baden, widmen sich in einem Gemeinschaftsprojekt fast zeitgleich einer besonderen Sparte der Kunstproduktion: temporären, meist gezielt für eine Ausstellung konzipierten Wandarbeiten und -installationen. Ausgangspunkt beider Schauen sind herausragende Wandbilder der 1960er und 1970er Jahre von Sol LeWitt, Lawrence Weiner, Richard Tuttle und Blinky Palermo, die in den Museen rekonstruiert werden.

Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Straße 5, Di.–Fr. 11–18, Mi. 11–21, Sa. 10–18 Uhr; Kunsthalle Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8 a, Di.–So. 10–18 Uhr

Goslar

Bis 29. September:

Ernst Wilhelm Nay. Papierarbeiten

Die Farbe steht im Zentrum der Kunst Ernst Wilhelm Nays (1902–1968). Früh setzte er das Kolorit sehr entschieden als eigenständige Kraft ein, um seine Bilder zu konstruieren und strukturieren. Dabei galten ihm Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen – das Thema der Ausstellung – als gleichberechtigte Medien neben der Malerei. Etwa 150 Exponate erwarten die Besucher.

Mönchehausmuseum, derzeit im Kloster Neuwerk, Rosentorstraße 27, Di.–So. 10–17 Uhr

Karlsruhe

Bis 20. Oktober:

Unter vier Augen

Wovon erzählen Porträts? Das kann man in der Kunsthalle Karlsruhe diesen Sommer nicht nur über das Sehen, sondern auch über das Hören erfahren. Zu den 50 Gemälden von Rubens, Delacroix, Manet, Renoir, Dix, Kirchner und vielen anderen gibt es Geschichten, Essays und Gedichte, verfasst von Literaten wie Wilhelm Genazino, Eva Menasse, Herta Müller, Peter Sloterdijk und Martin Walser. Jeder Besucher erhält die Texte als Audioguide.

Staatliche Kunsthalle, Hans-Thoma-Straße 2–6, Di.–So. 10–18 Uhr

München

Bis 6. Oktober:

Aus Dämmerung und Licht

Die Hochphase der Malerei in Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert feiert die Übersichtsschau mit 125 Gemälden. Meisterwerke von Künstlern wie Akseli Gallen-Kallela, Vilhelm Hammershøi, Eugène Jansson, Carl Larsson, Helene Schjerfbeck und Anders Zorn illustrieren den kulturellen und gesellschaftlichen Aufbruch in die Moderne und das Entstehen einer eigenständigen nordischen Formensprache.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstraße 8, tgl. 10–20 Uhr

Stuttgart

Bis 6. Oktober:

Edvard Munch in Stuttgart

Aus Anlass des 150. Geburtstags von Edvard Munch präsentiert die Staatsgalerie ihren mehr als 60 Arbeiten umfassenden Bestand an Werken des Norwegers. Neben den grafischen Blättern und dem weltweit einzigen Abzug auf violettem Papier von Munchs berühmtem „Schrei“ gehören dazu auch seine Gemälde „Mädchenakt mit rotem Tuch“, „Die vier Schwestern Bugge“ und „Das rote Haus im Schnee“.

Staatsgalerie, Konrad-Adenauer-Straße 30–32, Mi. und Fr.–So. 10–18, Di./Do. 10–20 Uhr

Sabine Schuchart

Der Besondere Tipp

Anatomie zwischen Medizin und Kunst

Die Universitätsstädte Wien, Bologna und das niederländische Leiden waren über viele Jahrhunderte Zentren medizinischer Exzellenz. Sie pflegten einen regen wissenschaftlichen wie auch künstlerischen und wirtschaftlichen Austausch. Die Ausstellung stellt die großartigen Anatomiesammlungen der drei medizinischen Fakultäten vor. Anatomische Modelle spielten eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung von medizinischem Wissen. Gleichzeitig hatten sie großen Einfluss auf die Wahrnehmung des menschlichen Körpers und bildeten eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Die Wanderausstellung als Teil des Wissenschaftsprojekts „Amazing Models“ ist bis Ende Oktober im Wiener Josephinum zu sehen; danach gastiert sie bis Dezember 2014 im Museum Boerhaave in Leiden.

„Amazing Models – Anatomische Modelle in europäischen Perspektiven“: Josephinum, Sammlungen der Medizinischen Universität Wien, Währinger Straße 25, Wien, Fr./Sa. 10–18 Uhr (bis 26. Oktober)

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