ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2013Krankenhäuser: Faire Rahmenbedingungen gefordert

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Krankenhäuser: Faire Rahmenbedingungen gefordert

Dtsch Arztebl 2013; 110(31-32): A-1464 / B-1288 / C-1272

Hillienhof, Arne

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Ende Juli ihre Forderungen für die kommende Legislaturperiode vorgelegt. Man erwarte von der Politik, alles zu tun, um „die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser zu stärken und alles zu unterlassen, was belastet und schwächt“, unterstrich DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Im Mittelpunkt stehe dabei die Reform der Krankenhausfinanzierung. Die notwendige Personalausstattung in den Kliniken, attraktive Arbeitsbedingungen sowie die Ausbildungsaufgaben der Krankenhäuser müssten abgesichert werden.

Genügend Personal, gute Arbeitsbedingungen –, um das zu sichern, müsse sich die Krankenhausfinanzierung ändern, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Foto: spotmatikphoto/Fotolia
Genügend Personal, gute Arbeitsbedingungen –, um das zu sichern, müsse sich die Krankenhausfinanzierung ändern, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Foto: spotmatikphoto/Fotolia

Außerdem müsse der Preisverfall bei steigender Morbidität und steigendem Leistungsbedarf beendet werden, forderte die DKG. Es gelte, gesetzliche Instrumente gegen die Unzulänglichkeiten des Fallpauschalensystems zu schaffen und ausreichende Investitionsmittel für die Kliniken bereitzustellen. Selektivverträge der Krankenkassen lehnt die DKG ab. Stattdessen plädiert sie dafür, dass Krankenhausträger und Landesregierungen auch weiterhin über das Leistungsspektrum der Kliniken entscheiden. „Selektivverträge würden die Krankenhausinfrastruktur destabilisieren und langfristige Investitionsentscheidungen und Verpflichtungen für Weiterbildungen unmöglich machen.“ Auch Forderungen der Kassen nach einer qualitätsorientierten Vergütung lehnt die DKG ab. Dahinter stehe das Ziel, Krankenhausleistungen einem Preiswettbewerb auszusetzen, bei dem die Qualität letztlich auf der Strecke bleibe. hil

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