ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2013Randnotiz: Abnehmen in Rot

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Randnotiz: Abnehmen in Rot

PP 12, Ausgabe August 2013, Seite 341

Schmedt, Michael

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Der bislang ausbleibende Sommer hat ja auch etwas Gutes. Die angestrebte Badehosen- oder Bikinifigur ist noch nicht vonnöten, das schlechte Gewissen rührt sich nicht. Die kleinen, im Winter angesammelten Fettpölsterchen lassen sich wunderbar unter Regenjacke und Pullover verstecken. Was aber, wenn die Strandtemperaturen doch plötzlich kommen? Zunächst schlägt dann mal wieder die Stunde der Werbeindustrie mit allerlei Pülverchen, Diätshakes, und die Zeitschriften am Kiosk sind voll von Ernährungsratschlägen und Bewegungstipps. Auf der einen Seite teuer, auf der anderen Seite schweißtreibend . . . aber nun gibt es Hoffnung für einen einfachen Weg zur Sommerfigur: ein roter Teller!

Sie werden fragen: Und nun? Den Teller essen oder als Diskus werfen? Nein, Wissenschaftler der Universität Oxford haben den Einfluss von Material, Größe und Farbe von Geschirr und Besteck auf das Essverhalten untersucht. In der Fachzeitschrift „Flavour“ (2013, 2:21, doi: 10.1186/2044-7248-2-21) beschreiben sie unter anderem, wie Probanden Nahrungsmittel als salziger empfanden, wenn sie sie mit einem Messer aufspießten und nicht mit Löffel oder Gabel aßen. Und sie fanden heraus, dass die Testpersonen von einem roten Teller weniger aßen. Der Studie zufolge wird in britischen Krankenhäusern unterernährten Patienten das Essen allerdings auf einem roten Tablett serviert. Rot sei anscheinend „die schlechteste Farbe für ein Tablett“, wenn die Menschen eigentlich mehr essen sollten, so die Autoren. Dagegen könnte Rot genutzt werden, wenn Menschen abnehmen sollten. Im Falle der Bikinifigur heißt das folglich: Rotes Geschirr ist im Trend.

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