ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2013Baden-Württemberg: Mehr Gruppentherapie im Selektivvertrag

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Baden-Württemberg: Mehr Gruppentherapie im Selektivvertrag

PP 12, Ausgabe August 2013, Seite 341

Bühring, Petra

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Auf einen deutlich höheren Anteil an Gruppentherapien bei Patienten, die im Facharztvertrag Psychiatrie/Neurologie/Psychotherapie (PNP) eingeschrieben sind, im Vergleich zur Regelversorgung weisen die Initiatoren des Vertrags hin: AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK, Medi Baden-Württemberg, Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung (DPtV) und die Freie Liste der Psychotherapeuten.

Der Anteil der gruppentherapeutischen Sitzungen sei seit dem Start des Selektivvertrags nach § 73 c SGB V im Juli 2012 stetig angestiegen. Im 2. Quartal 2013 betrug er neun Prozent, während er in der Regelversorgung bei 1,7 Prozent konstant geblieben sei. Der hohe Anteil an Gruppentherapien ist nach Angaben der Initiatoren zum einen auf den Wegfall des Gutachterverfahrens im PNP-Vertrag zurückzuführen. Ohne dieses bürokratische Verfahren sei es deutlich einfacher, eine Gruppe von Patienten für den zeitgleichen Therapiebeginn zusammenzustellen. Außerdem bietet der Vertrag die Option, Gruppentherapie zusätzlich zur Einzeltherapie zu erbringen, was in der Regelversorgung nicht möglich ist.

Dr. Alessandro Cavicchioli vom DPtV begrüßt, dass die im PNP-Vertrag mögliche kleine Gruppe bei tiefenpsychologisch orientierten Verfahren auch in die Regelversorgung übernommen wurde – zumindest für Kinder und Jugendliche. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss hatte die Psychotherapie-Richtlinie im April dahin gehend geändert, dass die Mindestteilnehmerzahl nur noch drei statt sechs umfassen muss (siehe auch PP 5/2013). pb

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