ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2013Arzneimittel: Bezeichnung „akut“ nur bei schneller Wirkung

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Arzneimittel: Bezeichnung „akut“ nur bei schneller Wirkung

Dtsch Arztebl 2013; 110(33-34): A-1532 / B-1352 / C-1336

Zylka-Menhorn, Vera

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Der Bezeichnungszusatz „akut“ darf nur für Arzneimittel verwendet werden, die schnell oder zumindest schneller als andere Arzneimittel wirken. Mit einem jetzt rechtskräftigen Urteil hat das Verwaltungsgericht Köln die kritische Haltung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigt (Az. 7 K 6757/10 – VG Köln).

Das Urteil bezieht sich auf ein apothekenpflichtiges Omeprazol-haltiges Arzneimittel, das für die „Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen“ zugelassen ist. Nachdem dieses Omeprazol-haltige Präparat mit einem Wirkstoffgehalt von 20 mg aus der Verschreibungspflicht entlassen wurde, wollte das klagende Unternehmen das Präparat mit dem Zusatz „akut“ versehen. Das Verwaltungsgericht Köln wertete die Verwendung des Zusatzes „akut“ jedoch als irreführend, weil das Arzneimittel nicht besonders schnell wirkt. Eine rein sprachwissenschaftliche Deutung sei zur Bewertung der Verbrauchererwartung nicht geeignet, so das Gericht. zyl

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