ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2013Vor 80 Jahren: Aufarbeitung erfolgt?
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Dass jüdische Ärzte während des Nationalsozialismus Berufsverbot hatten und aus der kassenärztlichen Versorgung ausgeschlossen wurden, ist mir bereits aus meinem Geschichtsunterricht bekannt. Dass der Ausschluss jüdischer Ärzte aktiv von den Kassenärztlichen Vereinigungen und Hartmannbund betrieben wurde, mag auch nicht sonderlich verwundern. Interessant für die Gegenwart ist aber die Frage: Wurde diese widerwärtige Kollaboration zwischen KV, Landes- und Reichsärztekammer sowie Hartmannbund nach dem Krieg aufgearbeitet? Wurden die Nazi-Kollaborateure nach dem Krieg zur Verantwortung gezogen? Muss man davon ausgehen, dass man beim Besuch der KV an der Wand noch Fotos dieser Nazischergen hängen sieht? Womöglich noch mit der Aufschrift „Für besondere Verdienste“! Darüber sollte das DÄ mal schreiben.

Dr. med. Elio Torremante, 88416 Ochsenhausen

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