ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2013Bärbel Kuhnert-Frey: Vorreiterin für Familienfreundlichkeit

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Bärbel Kuhnert-Frey: Vorreiterin für Familienfreundlichkeit

Dtsch Arztebl 2013; 110(33-34): A-1571 / B-1385 / C-1367

Hibbeler, Birgit

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Bärbel Kuhnert-Frey. Foto: Landesärztekammer Baden-Württemberg
Bärbel Kuhnert-Frey. Foto: Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist heute für Krankenhäuser ein wichtiges Thema – vor allem wegen des Ärztemangels. Das war nicht immer so. Als Dr. med. Bärbel Kuhnert-Frey (69) Anfang der 80er Jahre in ihrer Abteilung ein Teilzeitmodell für Assistenz- und Oberärzte etablierte, war sie noch eine Exotin. Die ehemalige Chefärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivtherapie am Kreiskrankenhaus Sinsheim wurde für ihren Einsatz nun mit der Albert-Schweitzer-Medaille der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Neben ihrer ärztlichen Tätigkeit engagiert sich Kuhnert-Frey seit langem ehrenamtlich. Unter ihrer Federführung finden regelmäßig Wiedereinsteiger-Seminare für Ärztinnen und Ärzte nach der Familienpause statt. Nach wie vor ist sie Vorstandsmitglied der Bezirksärztekammer Nordbaden. Viele Jahre war sie in verschiedenen Ausschüssen der Lan­des­ärz­te­kam­mer aktiv. „Es gibt viel zu wenig Leute, die sich ehrenamtlich engagieren. Und vor allem viel zu wenig Frauen“, sagt Kuhnert-Frey. Für sie ist es wichtig, dass der ärztliche Nachwuchs diesbezüglich Vorbilder hat.

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Am Herzen liegt Kuhnert-Frey auch die medizinische Versorgung in afrikanischen Ländern. Mit ihrer Abteilung unterstützte sie viele Jahre eine deutsche Ärztin, die die Anästhesieabteilung an der Uniklinik in Addis Abeba, Äthiopien, aufgebaut hat. Kuhnert-Frey ging dort einer Lehrtätigkeit nach und fungierte als Prüferin in Facharztexamen. Später weitete sie ihr Engagement auf Malawi aus. Birgit Hibbeler

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