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Dtsch Arztebl 2013; 110(33-34): A-1575

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Lieferengpass von Pedea® und Alternative – Orphan Europe informiert über einen Lieferengpass von lbuprofen als lnjektionslösung (Pedea®) wegen sichtbarer Partikel, die sich kurz nach der Produktion in den Ampullen bilden. Pedea ist ein Orphan Drug, das für die Behandlung eines hämodynamisch wirksamen offenen Ductus arteriosus Botalli bei Frühgeborenen vor der 34. Schwangerschaftswoche zugelassen ist.

Als alternative Therapie empfiehlt der Hersteller die Gabe von Neoprofen® (lbuprofen-Lysin). Allerdings sei bei der Dosierung zu beachten, dass die Konzentration von Neoprofen 10 mg/ml beträgt, die von Pedea hingegen 5 mg/ml lbuprofen. Für Lieferungen an Krankenhäuser hat der Hersteller zugestimmt, Neoprofen in der Europäischen Union für den Zeitraum des Pedea-Engpasses direkt zu liefern.

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Leberfunktionsuntersuchungen unter der Therapie mit Votrient® (Pazopanib) – Wie Glaxosmithkline berichtet, muss die Häufigkeit von Serum-Leberfunktionsuntersuchungen zur Überwachung der Hepatotoxizität des Kinaseinhibitors Pazopanib wie folgt geändert werden:

  • Untersuchungen sollten vor Beginn der Behandlung und danach in den Wochen drei, fünf, sieben und neun durchgeführt werden.
  • Danach Untersuchungen in den Monaten drei und vier und anschließend in regelmäßigen Abständen wie klinisch indiziert.
  • Bei erhöhten Leberfunktionswerten sollten die Kontrollen häufiger durchgeführt oder Pazopanib vorübergehend beziehungsweise endgültig abgesetzt werden.

Nach der Zulassung von Erivedge® (Vismodegib): Sichere Anwendung und Kontrazeption – Mit Erivedge® (Roche) steht in der Europäischen Union das Medikament zur Therapie des metastasierten oder lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms zur Verfügung. Die Behandlung (einmal täglich als Kapsel) darf allerdings nicht während der Schwangerschaft erfolgen, da der Wirkstoff Vismodegib teratogen wirkt: Frauen im gebärfähigen Alter und Männer (Vismodegib kann in Spermien enthalten sein) müssen daher während und nach der Behandlung kontrazeptive Maßnahmen einhalten. Hierzu wurde ein Schwanger­schafts­verhütungs­programm entwickelt. Zudem darf während der Behandlung mit Vismodegib und noch 24 Monate danach nicht gestillt und kein Blut gespendet werden.

Chargen für Therapieallergene Allergovit widerrufen – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat 16 Chargenfreigaben des Arzneimittels Allergovit wegen erhöhten Proteingehalts widerrufen. Die Konzentrationen liegen jedoch innerhalb der Spezifikation, die im Europäischen Arzneibuch festgelegt ist. Ein Risiko bei der Anwendung der Chargen besteht für die Patienten laut PEI nicht. Laufende Therapien können fortgesetzt werden. Ist jedoch ein Austausch der Chargen erwünscht, möge sich der Arzt an die Allergopharma GmbH & Co. KG. wenden. Weitere Informationen: www.pei.de/DE/arzneimittel/allergene/therapieallergene/therapieallergene-node.html

DepoCyte® ab sofort wieder verfügbar – DepoCyte 50 mg (in Durchstechflaschen) zur intrathekalen Behandlung von Meningeosis lymphomatosa ist nach Umstellung des Herstellungsprozesses wieder verfügbar und kann über Mundipharma angefordert werden (Telefon: 06431 701-163, Fax: 06431 701-166, E-Mail: auftragsan nahme@mundipharma.de)

Zulassung von Lucentis® auch für die myope choroidale Neovaskularisation – Als erste Anti-VEGF-Therapie ist Lucentis (Ranibizumab, Novartis) für die Behandlung von Patienten mit Visusbeeinträchtigung infolge choroidaler Neovaskularisation aufgrund einer pathologischen Myopie indiziert. Der Defekt ist weltweit eine der Hauptursachen für Sehverlust und tritt mit einer Häufigkeit von ein bis drei Prozent in der Allgemeinbevölkerung auf. Die Langzeitprognose unbehandelter Patienten ist schlecht.

Pegasys® jetzt auch für Kinder ab fünf Jahren zugelassen – Die Roche-Pharma AG informiert über eine Zulassungserweiterung für Pegasys (Wirkstoff: Peginterferon alfa-2a) in Kombination mit Ribavirin für die Behandlung der chronischen Hepatitis C (HCV). Die Zulassung für die Fertigspritze (90 Mikrogramm) betrifft nun Kinder und Jugendliche im Alter von fünf Jahren und älter, die HCV-positiv getestet, aber noch nicht behandelt wurden. In Europa sind schätzungsweise 65 000 Kinder an HCV erkrankt. Die Mutter-Kind-Übertragung ist der häufigste Infektionsweg bei Kindern.

Neue Tests zur Überwachung von Transplantationspatienten – Roche gibt die Markteinführung von zwei neuen, hochempfindlichen Tests für die Überwachung der Therapie mit den immunsuppressiven Medikamenten Tacrolimus und Cyclosporin bekannt. Die neuen Elecsys-Tacrolimus- und -Cyclosporin-Tests liefern zuverlässigere Resultate und sind für den Einsatz auf den modularen Roche-cobas-Analyzern bestimmt.

Nadelschutzsystem Needle-Trap Rund 85 Prozent der Nadelstichverletzungen lassen sich durch die Verwendung moderner Sicherheitsprodukte vermeiden. Eine spezielle aktive Lösung ist das Nadelschutzsystem Needle-Trap von Schreiner-MediPharm. Es besteht aus einem ins Spritzenetikett integrierten Nadelschutzfänger, der nach der Injektion die mit Blut kontaminierte Nadel sichert. Das Nadelschutzsystem kann an alle gebräuchlichen Spritzenabmessungen angepasst werden und nutzt die üblichen Sekundärverpackungen.

Neu aufgelegt: Broschüre zur BtM-Verordnung für Ärzte – Eine Übersicht über die Besonderheiten des im März eingeführten neuen BtM-Rezepts bietet die Broschüre „Informationen zur BtM-Verordnung 2013“ von Mundipharma. Ärzte können die Broschüre kostenfrei über die Service-Faxnummer des Mundipharma-Infocenters 06431 701-433 oder online unter medinfo-service@ mundipharma.de bestellen. EB

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